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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kommerz steht oben
Zwischenüberschrift:
Zur aktuellen Diskussion um die städtische Kulturpolitik, u. a. zum Artikel "Bieten Sponsoren den Ausweg?"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Sponsoren: Ohne sie ginge kulturell fast nichts mehr. Die freien Kulturträger finanzieren ihre Kulturangebote nur zu einem Bruchteil aus dem Zuschuss der Stadt. Der Löwenanteil wird über Sponsoren und Drittmittel eingeworben. Im Klartext heißt das: Ein kleiner städtischer Zuschuss gilt für Sponsoren als Voraussetzung für ihre Gelder, die den städtischen Zuschuss um das Vielfache übersteigen.
Wenn die Kulturdezernentin also bei den freien Kulturträgern einsparen will, verschenkt sie diese Sponsorengelder, verärgert Sponsoren und zerschlägt eine von hohem, weitgehend ehrenamtlichem Engagement getragene kulturelle Infrastruktur, die der Lebensqualität der Stadt dient. Welch eine Missachtung von ehrenamtlichem Engagement, das kürzlich vom Oberbürgermeister offiziell geehrt wurde, de facto jedoch dem Rotstift geopfert wird!
Interessant ist, wo gespart und wo mit vollen Händen ausgegeben wird. Warum konnte die Stadtspitze plötzlich 10 000 Euro für die Umbenennung des Hasetorbahnhofs ausgeben, eine Namensänderung, die von den Osnabrückern gar nicht gewollt wird? Und dies, ohne die Werbegemeinschaft Hasestraße finanziell zu beteiligen?
Vielleicht steckt ja etwas ganz anderes hinter den Einsparungen im Kulturbereich, die fast ausschließlich die freien Kulturträger treffen. Figurentheater, Zimmertheater, Aktionszentrum 3. Welt: Alle drei haben ihre Räume in der Innenstadt. Also in Immobilien, die wertvoll und begehrt sind. Kann es sein, dass die Stadtspitze, die weiß, dass es Interesse an einer kommerziellen Nutzung dieser Räumlichkeiten gibt, mithilfe des Kaputtsparens diese Immobilien an interessierte Geschäftsleute oder Hotelbesitzer verkaufen will?
Wundern täte es mich nicht, stehen doch Marketing und Kommerz für die Stadt ganz oben. Und da lässt man keine Peinlichkeit aus. Ich erinnere nur an die Capitölchen′- und Brandenburger Törchen′-Kampagne, die Osnabrück viel Geld gekostet und unsere Stadt in den überregionalen Medien zur Lachnummer gemacht hat."
Lioba Meyer
An der Illoshöhe 9 a
Osnabrück
 
" Vorab ist es sicher notwendig zu betonen, dass der Gürtel insgesamt enger geschnallt werden muss und dass Beschränkungen niemanden fröhlich stimmen. Nun hat der Rat der Stadt seine Einsparmaßnahmen bekannt gegeben, und die treffen, wie so immer, im vollsten Umfang die Schwachen und auch den vermeindlich schwachen Stadtteil Schinkel.
1. Die Kinder und Jugendlichen und Erwachsenen benötigen vermutlich mehr als andere eine Stadtteilbibliothek. Die Auseinandersetzung mit dem (deutschen) geschrieben Wort ist nötig, und das Buch muss gesehen und angefasst und nicht per Mausklick bestellt werden. Nicht alle verfügen über ein passendes Online-Bestellequipment.
2. Der Sperrmüll kostet dann nun nicht etwas, sondern gleich 29 Euro das können nicht alle bezahlen, zudem vermute ich, dass nicht alle das Verfahren (auch sprachlich) erfassen können. Fazit: Derjenige, der sich bisher beim Sammeln von Sperrmüll noch etwas hinzuverdienen konnte, hat doppelt verloren, und der Schinkel vermüllt sich (irgendwo muss der Unrat ja hin).
3. Die Grundschulen in diesem Stadtteil nutzen gerne die kleinen Angebote, beispielsweise das Figurentheater oder andere (kleine) alternative Kulturangebote, die teuren Vorzeigeangebote′ sind in unserem Stadtteil leider nicht oder nur unzureichend– zu finanzieren. Sie werden uns fehlen.
4. Forderungen nach Sozialarbeiterstellen an unseren′ Schinkel-Grundschulen, verbesserte Spielmöglichkeiten und niedrigschwellige Bildungsangebote, so wie Herr Pistorius sie dem Schulelternrat der Stüve-Schule versprochen′ hat, sind zwar unabdingbar, werden aber unter den Teppich gekehrt′.
Danke an die Stadt Osnabrück an der primären Bildung wird nicht (nur) gespart, sondern auch noch bei den Schwächsten! Viel Freude den Besuchern im neu gestaltetem Nussbaumhaus!"
Elke-Petra Voss
Mittelburgstraße 7
Osnabrück
Autor:
Elke-Petra Voss, Lioba Meyer


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