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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr Frauen an die Spitze
Zwischenüberschrift:
Fachhochschule erhält 2,222 Millionen Euro aus dem Professorinnen-Programm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Wir wünschen uns mehr Professorinnen an unserer Hochschule!": Ungewöhnliche Wege geht die FH Osnabrück, um den Anteil der Frauen in der Professorenschaft zu erhöhen. So auch Stellen-Ausschreibungen in der Zeitung. Das Gleichstellungskonzept überzeugt. Die FH erhält 2, 222 Millionen Euro aus dem Professorinnen-Programm von Bund und Ländern und hat drei Stellen mit hoch qualifizierten Frauen besetzt.
Der Anteil der Frauen in der Professorenschaft beträgt bundesweit 15 Prozent. Zu gering, befand das Bundesministerium für Bildung und Forschung und vereinbarte mit den Ländern das Programm, das in den kommenden fünf Jahren 200 Stellen für Professorinnen an deutschen Hochschulen schaffen soll. Start der Ausschreibung war der 8. März 2008, der Welt-Frauentag.
Um maximal drei Stellen konnten sich die Hochschulen jeweils bewerben. Voraussetzung dafür war ein zukunftsorientiertes Gleichstellungskonzept. " Wir haben konsequent daran gearbeitet, die Strukturen zu verbessern", sagt Bettina-Charlotte Belker, die Gleichstellungsbeauftragte der FH. Und sie betont, dass die Unterstützung aus allen Bereichen der Hochschule kommt.
Mit Barbara Schwarze gehört nun eine Professorin zur FH, die sich in Lehre und Forschung der Gleichstellung widmet. " Gender und Diversity Studies" lautet ihr Fach, mit dem sie zudem die Struktur der FH stetig verbessern möchte. So will sie sich unter anderem der Frage widmen, wieso manche Fächer stärker von Frauen als von Männern frequentiert werden. " So etwas geht natürlich nur, wenn man hochschulweit Unterstützung hat", sagt sie und freut sich über die bereits gute Zusammenarbeit.
Schwarze kam 2005 als Gastprofessorin an die FH, war dort später als nebenberufliche Professorin tätig und widmete sich am Bielefelder Kompetenzzentrum Technik-Diversity der Gleichstellungsarbeit. Hier hob sie den Girls Day aus der Taufe.
Auch ihre Kollegin Prof. Dr. Kerstin Plüm ist der FH schon länger verbunden. Mit dem Start des Studiengangs Industrial Design im September 2008 übernahm sie einen Lehrauftrag, seit September dieses Jahres ist sie Professorin für Theorie und Geschichte der Produktgestaltung. Die finanzielle Ausstattung der Professur ermöglicht ihr den Aufbau eines Digitalen Bildarchivs zur Design-Geschichte. " Schwerpunkt werden Designerinnen sein", betont Plüm, die sich wie ihre beiden neuen Kolleginnenüber die Ausstattung der Professuren freut, zu der auch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin und Hilfskräfte gehören.
Dritte im Bund ist die derzeit erkrankte Dr. Christel Kumbruck. Die habilitierte Professorin für Wirtschaftspsychologie war als Unternehmensberaterin tätig und hat interkulturelle Trainings durchgeführt.
Interkulturelle Arbeit soll auch einer ihrer Schwerpunkte an der FH Osnabrück sein, wo sie bereits die Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie verwaltet hat, bevor sie im Mai dieses Jahres Professorin im neuen Studiengang Wirtschaftspsychologie wurde. Die Finanzierung durch das Programm geht über fünf Jahre, die Verträge der Professorinnen sind unbefristet.
Dass die Hochschule sich " ebenso über engagierte Kollegen zur Bildung gemischter Teams" freut, stand auch in der Annonce. Der Frauenanteil an der FH liegt mit 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. " Als FH mit einer starken ingenieurwissenschaftlichen Tradition ist das viel", sagt FH-Präsident Prof. Erhard Mielenhausen.

Bildtext: Mehr Professorinnen an die Fachhochschule: Dafür engagieren sich (von links): Bettina Charlotte Belker, Prof. Kerstin Plüm, FH-Präsident Prof. Erhard Mielenhausen und Prof. Barbara Schwarze. Foto: Marie-Luise Braun
Autor:
mlb


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