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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Katzenschutzbund schlägt Alarm
Zwischenüberschrift:
Station verhängt Aufnahmestopp
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mittlerweile hat der Katzenschutzbund Osnabrück einen Aufnahmestopp verhängt. " Es war personell und finanziell nicht mehr zu schaffen", sagt der Vorsitzende Andreas Renner. Seit Jahren steigt die Anzahl der Tiere stetig. Für die Fachleute gibt es nur einen Ausweg: Katzen und Kater müssen frühzeitig kastriert werden.
Derzeit hat der Katzenschutzbund rund 60 Tiere in seiner Auffangstation. In Spitzenzeiten waren es bis zu 100. Durch den Aufnahmestopp wird allerdings die Warteliste länger und länger. Dennoch entschieden sich die Tierschützer schweren Herzens zu diesem Schritt, denn die Arbeit wird ausschließlich ehrenamtlich erbracht. Dazu sind vor allem die Kosten für den Tierarzt gestiegen. Bis zu 40 000 Euro zahlt der Verein jährlich, denn Katzen und Kater müssen von Parasiten befreit und kastriert werden.
" Viele Besitzer sind nicht bereit, das Geld für eine Kastration aufzubringen", sagt Renner. Rund 60 bis 100 Euro kostet dieser Eingriff. Dazu erliegen viele dem Irrglauben, dass die Mehrarbeit mit niedlichen Jungtieren zu leisten ist. Allerdings sind die nach rund sechs Monaten auch wieder geschlechtsreif, und spätestens dann brechen alle Dämme.
Viel zu spät erfolgt der Anruf beim Katzenschutzbund, der nun zusehen muss, wie er die Tiere unterbringt. Andere Besitzer setzen die Vierbeiner einfach aus diese sind natürlich auch nicht kastriert und vermehren sich weiter. Aber auch Tiere, die nicht im Freien sind, sollten kastriert werden, rät Renner: " Es ist sonst Stress für Tier und Besitzer."
Ein weiteres Anliegen der Tierschützer: Eltern sollten zu Weihnachten nicht unüberlegt Tiere verschenken. Vielmehr sollte sich die Familie vor einer Anschaffung eingehend erkundigen, wie viel Arbeit eine Katze macht. Dazu haben die Osnabrücker einen Wunschtraum: Sie verweisen auf das Paderborner Modell. In der nordrhein-westfälischen Stadt gibt es mittlerweile die Vorschrift, dass Katzen, die nicht nur in der Wohnung gehalten werden, kastriert werden müssen. Andernfalls droht ein Ordnungsgeld in Höhe des medizinischen Eingriffs.

Bildtext: Katzen werden immer mehr zur Plage. Foto: privat
Autor:
hmd


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