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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Blick auf das, was möglich wäre
Zwischenüberschrift:
Migrantinnen lassen sich für Kalender an für sie ungewöhnlichen Arbeitsplätzen ablichten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ganz schön selbstbewusst: In Osnabrück lebende Migrantinnen haben sich auf zwölf Kalenderblättern auf für sie ungewöhnlichen Arbeitsplätzen ablichten lassen. Der Kalender " Warum nicht" zeigt sie am Dirigentenpult, im Rennwagen oder im Vorlesungssaal.
iza Osnabrück. Berufsperspektiven für Frauen, zumal wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik kommen, sind nur eingeschränkt vorhanden. Noch immer bestehen Hürden: Mal können sie nicht in " typische" Männerberufe hineinstoßen, dann wieder sollen sie für weniger Lohn dieselbe Arbeit machen wie ihre Kollegen. Ein weiteres Hindernis sind im Ausland erhaltene Berufsabschlüsse, die hier nicht anerkannt oder erst nach langwierigem Behördenmarathon den geltenden Vorschriften angepasst werden.
Suprova Roy-Chodhury hat in Kalkutta Englisch unterrichtet. " Meine Qualifikation wird nicht anerkannt, dabei würde ich gern Lehrerin sein", erklärt die Inderin. Das Kalenderblatt zeigt sie nun beim Unterricht in einer Schule. Auch Nahid Aslany war in ihrer Heimat Schulpädagogin. Als sie vor neun Jahren nach Deutschland kam, wurde ihr Berufsabschluss nicht anerkannt. An der Uni Oldenburg belegte sie Qualifizierungssemester und arbeitet nun unter anderem bei der Awo als Migrationsberaterin.
" Das zeigt, dass die Frauen auch hier beruflich erfolgreich sein können, wenn sie denn ihre Chance bekommen", sagt Hela Lahrmann vom Internationalen Frauennetz Osnabrück, die mit zu den Initiatorinnen des Kalenderprojekts gehörte.
Realisiert wurde es mithilfe von Karin Aquino vom Osnabrücker Institut für Training und Kommunikation. Die Fotos stammen von Sarah Hörnschemeyer, das Layout von Willi Remme.
" Wir haben uns sehr gefreut, dass Osnabrücker Betriebe und Geschäftsleute bereit waren, die Frauen an den Arbeitsplätzen ablichten zu lassen", dankt Aquino. So war es möglich, dass das mit Geldern der EU und des Bundesfamilienministeriums unterstützte Projekt innerhalb von knapp zwei Monaten umgesetzt werden konnte.
" Mit dem Kalender und Plakaten werden wir in Zukunft in die Schulen gehen", verrät die Nigerianerin Mary Ikhuoria, die als Rennfahrerin eine gute Figur macht. Dort sollen Kinder, besonders die mit einem Migrationshintergrund, darauf aufmerksam gemacht werden, was mit einer guten Schulbildung und einem festen Willen alles möglich ist.

Bildtext: Auf dem Domhof stellt das Internationale Frauennetzwerk sein Kalenderprojekt mit Fotos von Migrantinnen vor. Es soll Schülern mit Migrationshintergrund Mut machen. Foto: Jörn Martens
Autor:
iza


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