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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Damit Fische die Düte aufwärtswandern
Zwischenüberschrift:
"Pfeifenbring′scher Sohlabsturz" in Atter wird beseitigt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In kleinen Schritten rückt ein ehrgeiziges Ziel für den Naturschutz näher: Im kommenden Jahr könnte im Stadtgebiet die Durchgängigkeit der Düte für Fische und Kleinlebewesen erreicht sein, wenn der " Pfeifenbring′sche Sohlabsturz" in Atter beseitigt wird.
Die Wasserbaufirma Pfeifenbring hat sich in den 70er-Jahren ein Querbauwerk aus Fertigbetonteilen patentieren lassen, mit dem damals die Kleingewässer aufgestaut wurden. Heute sehen Wasserbauingenieure, Angler und Naturschützer diese Einbauten eher kritisch nicht zuletzt weil damit die ökologische Durchlässigkeit, die Wanderung von Fischen und Kleinlebewesen stromauf, unterbunden wird.
Deshalb soll im kommenden Jahr der Pfeifenbring′sche Sohlabsturz im Bachbett der Düte oberhalb von Atter wieder beseitigt werden. Dieses Kleinwehr war im Rahmen der Flurbereinigung und des Autobahnbaus eingebaut worden. " Heute ist es nach der Umgestaltung der Mühlenumflut am Gut Sutthausen das letzte Wanderungshindernis für Kleinfischarten und Jungfische im Verlauf der Düte auf dem Stadtgebiet", so berichtet Christiane Balks vom Fachbereich Umwelt. " Mit seiner Beseitigung wird die Stadt Osnabrück eines der wichtigsten Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie für die Düte erfüllen."
Für den Rückbau des Sohlabsturzes hat ein Ingenieurbüro Kosten von bis zu 75 000 Euro ermittelt. Es könnte aber auch um zehn Prozent billiger werden, wenn der Termin so gewählt wird, dass bei günstiger Witterung keine " Baustraße" durch die Dütewiesen gelegt werden muss.
Im städtischen Haushalt stehen trotz Sparauflagen noch 40 000 Euro für die Revitalisierung der Düte zur Verfügung. Hinzu käme ein Beitrag des Unterhaltungsverbandes Hase-Bever von 15 000 Euro und ein Zuschuss der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung von 10 000 Euro. Damit wäre das Projekt gesichert.
Es schwimmt allerdings noch ein kleiner Wermutstropfen im Düte-Projekt: Auf dem Weg von der Nordsee bis nach Hasbergen blockieren auch noch zwei Mühlen in Wersen den Weg stromaufwärts für die Fische. In Nordrhein-Westfalen werde das Thema EU-Wasserrahmenrichtlinie das die Wiederherstellung der Durchlässigkeit vorschreibt jedoch sehr positiv gesehen, sagte Christiane Balks dazu.

Bildtext: Lachse könnten den Sohlabsturz in Atter locker überspringen. Für andere Fische und Kleinlebewesen stellt er jedoch ein unüberwindliches Hindernis dar, das deshalb beseitigt werden soll. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Frank Henrichvark


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