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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Tod im Konzentrationslager Theresienstadt
Zwischenüberschrift:
Stolpersteine erinnern an Rahel Müller und Ida Lamm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Bürgersteig vor dem Haus Johannisstraße 21 sind ihre Namen in Messing eingeprägt. Zwei Stolpersteine erinnern an die Schwestern Rahel Müller und Ida Lamm, die hier in den 1930er-Jahren lebten. Sie waren Juden und wurden deshalb Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns. Im Konzentrationslager Theresienstadt kamen sie ums Leben.
Die beiden Schwestern stammten aus Adelebsen in der Nähe von Göttingen. Ida Lamm war die Witwe des Kaufmanns Otto Lamm. Sie lebte in der Johannisstraße mit ihrer unverheirateten Schwester Rahel Müller zusammen. Weshalb die beiden 1939 nach Hannover zu ihrem Verwandten Julius Müller zogen, ist ebenso wenig überliefert wie die weiteren Geschehnisse. Nur so viel: 1942 wurden sie ins Konzentrationslager nach Theresienstadt deportiert. Dort starben sie Rahel Müller 1943 im Alter von 80 Jahren, Ida Lamm 1944 im Alter von 57 Jahren.
Mehr ist über sie nicht bekannt. Es fand sich kein Zeitzeuge, der etwas über das Leben von Rahel Müller und Ida Lamm berichten konnte. Dennoch gelang den Paten der Stolpersteine bei der Verlegung eine bewegende Zeremonie. Melanie Beckmeier und Dirk Koentopp stellten fest, dass es den Nationalsozialisten auch in diesem Fall beinahe gelungen wäre, eine Familie samt ihrer Geschichte spurlos auszulöschen. Doch nur beinahe, denn: " Keiner ist ohne Wirkung."
Das Gymnasium " In der Wüste" ist ebenfalls Pate. Die Schülerinnen Carmen Glink Buján, Theresa Pohlmann, Annika und Lisa Lauxtermann erinnerten an das Leben im Konzentrationslager Theresienstadt. Die Nationalsozialisten hatten es in ihrer Propaganda zum " Altersgetto" und zur " Mustersiedlung" verklärt und es Juden angeboten, sich dort mit Verträgen einzukaufen. Doch dies war eine Falle, mit der sich die Machthaber am Geld ihrer späteren Mordopfer bereicherten.

Fototext: Über das Leben der jüdischen Schwestern Rahel Müller und Ida Lamm ist nur wenig bekannt. Sie lebten an der Johannisstraße 21, bis sie Opfer des NS-Regimes wurden. Jetzt erinnern Stolpersteine an sie. Fotos: Moritz Münch
Autor:
Jann Weber


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