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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
So jung und schon so neugierig
Zwischenüberschrift:
Giraffengeburt im Osnabrücker Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Er ist 1, 70 Meter groß, neugierig und eine Überraschung: Denn dass der kleine Giraffenjunge bereits jetzt zur Welt kam, damit haben die Mitarbeiter des Zoos nicht gerechnet. " Der Nachtdienst war erst für die kommenden Tage eingeplant", sagt Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg.
Von Marie-Luise Braun
Osnabrück. Revierleiterin Petra Kunze hörte gerade noch das Plumpsen, dann war Dume da. Der Name bedeutet auf Suaheli " Bulle" und wird " Dumai" ausgesprochen. Die Uhrzeit ist die zweite Überraschung. " Normalerweise gebären Giraffen nachts", sagt Kunze. Doch Dume landete um halb acht am Donnerstagmorgen im Stroh des Samburu-Geheges.
Vielleicht liegt die Uhrzeit am Charakter der Mutter. Diana gilt im nun sechsköpfigen Giraffenstall als " Fels in der Brandung". Kaum etwas bringt sie aus der Ruhe. Und so bleibt sie auch ganz gelassen, als für die ersten Besucher die Tür zu ihrer Box geöffnet wird. Sie sollen einen ungehinderten Blick auf den neuen Zoobewohner werfen können und bleiben respektvoll in der Tür stehen.
Aus zweieinhalb Meter Höhe war Dume ins Stroh geplumpst. Giraffen gebären im Stehen. Für Diana war es das vierte Mal. Dumes älterer Bruder Maamoni steht nebenan in der Box mit Giraffenkuh Ursula und ihrer Tochter Mahiri. Auf der anderen Seite reckt sein Vater Edgar in fünfeinhalb Meter Höhe den Kopf über die Wand.
So groß muss Dume erst noch werden. Bei der Geburt maß er 1, 70 Meter. " Für eine Giraffe ist das recht klein", meint Susanne Klomburg. Aber das wird schon werden. Die ersten Zentimeter hat Dume bereits wettgemacht, denn seine Hörner richten sich nun auf. Bei der Geburt liegen sie an, damit die Mutterkuh nicht verletzt wird. Jetzt sieht Dume so aus, als hätte er eine schicke Frisur mit schwarzen Locken.
Entspannt hockt das Jungtier im Stroh und blickt neugierig in Richtung Tür. Dann stakst es auf seinen langen, schmalen Beinen ein paar Schritte auf die Besucher zu, betrachtet sie und wendet sich schließlich doch ab, um mit seinem Maul die Zitze der Mutter zu suchen.
" Eine Stunde nach der Geburt stand er, ein paar Minuten später hat er das erste Mal getrunken", erinnert sich Petra Kunze an die ersten Minuten seines Lebens. Die Mitarbeiter greifen in dieser Zeit so gut wie gar nicht ein. Sie versuchen, das Geschlecht zu erkennen und den Nabel zu desinfizieren. Das ist es dann auch schon.
Lange bleibt Diana geduldig, lässt sich von einer Zoomitarbeiterin fotografieren. Doch dann ist es der 22 Jahre alten Giraffendame zu viel. Sie neigt den Kopf und schnaubt. " Jetzt sollten wir gehen", sagt Susanne Klomburg und schließt ganz leise die Tür.
Bildergalerie und Video unter www.neue-oz.de » und www.os1.tv »

Bildtext: Ganz schön selbstbewusst betrachtet der kleine Dume seine ersten Besucher im Osnabrücker Zoo. Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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