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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Möserstraße war früher ein Feldweg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Links das Hotel Hohenzollern, rechts das Idunahaus: Die heutige Zeitreise geht in die Möserstraße. Sie führt vom Hauptbahnhof über die Wittekindstraße bis zum Herrenteichswall.
Ursprünglich war die Straße ein besserer Feldweg, der am Festungsrondell am Herrenteichstor begann und zunächst " Rondellweg" genannt wurde. Nach der Eröffnung des Hauptbahnhofes im Jahre 1895 entwickelte sie sich zu einer Geschäftsstraße. Benannt ist sie inzwischen nach dem Juristen, Publizisten und Historiker Justus Möser (1720–1794).
Nicht nur für Reisende war das Hotel Hohenzollern lange Zeit eine der ersten Adressen der Stadt. Zu sehen ist es am linken Bildrand als schlichtes Gebäude. Detailverliebt und verziert war die Fassade hingegen um 1900. Das Haus bot seinen Gästen damals fortschrittlichen Komfort: Auf der dem Bahnhof zugewandten Hausseite warb es für seine Zimmer mit " Centralheizung".
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Haus unter Erhalt der alten Substanz ein neues Gesicht und wurde 1957 wiedereröffnet. Das renovierte Gebäude unterstreiche den modernen Charakter des Bahnhofsvorplatzes, schrieb damals das Osnabrücker Tageblatt. Weitere Umbauten folgten. Heute wird die Traditionsherberge unter dem Namen " Advena Hotel Hohenzollern" geführt.
Am rechten Bildrand ist das Idunahaus mit seinen 28 Metern Höhe zu sehen. Das Büro- und Geschäftshaus wurde von der Lebensversicherungsanstalt " Neue Leben" erbaut, Richtfest war am 12. Februar 1960.
" Horten" prangt in großen, grünen Lettern an dem Gebäude im Hintergrund des Bildes. Als hier am 7. Juli 1955 das damalige Kaufhaus Merkur eröffnete, sollen 40 000 Menschen durch das Gebäude geströmt sein. Von März bis Juni, in nur 99 Tagen, war der Rohbau empor- gewachsen. 60 Meter lang und 28 Meter breit, ein Kellergeschoss und dann fünf Stockwerke mit 6800 Quadratmeter Verkaufsfläche.
Neun Jahre später wurde aus Merkur Horten. Bei dem Umbau entstand die charakteristische Waben-Fassade der Horten-Häuser. Die blieb auch, als 1995 der Kaufhof-Konzern das Haus übernahm und es in " Galeria Kaufhof" umtaufte, wie es auch heute wieder groß und grün am Haus prangt.

Bildtext: Die Möserstraße führte in den 1970er-Jahren auf das Kaufhaus Horten mit seiner charakteristischen Waben-Fassade zu. Heute befindet sich dort die Galeria Kaufhof. Die Ansichtskarte stammt aus der Sammlung von Helmut Riecken.

Ein besserer Feldweg war die Möserstraße, als der Hauptbahnhof 1895 eröffnet wurde. Heute ist sie eine lebhafte Geschäftsstraße. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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