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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Umweltzone – jetzt wird es ernst
Zwischenüberschrift:
Über ein Drittel der Autos noch ohne Plakette – Start am 4. Januar
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt, ist etwas besorgt: Mehr als ein Drittel aller Autos aus Stadt und Landkreis hat noch keine Umweltplakette. Den Fahrern drohen ab Januar ein Punkt in Flensburg und 40 Euro Bußgeld.
Die Stadt würde gern auf solche Maßregelungen verzichten, zumal sie die Akzeptanz der umstrittenen Umweltzone gewiss nicht verbesserten. Aber die Gesetzeslage ist eindeutig. Nur in der Anflaufphase, so viel lässt der Umwelt-Chef durchblicken, werden die Autofahrer ohne Plakette höflich, aber unmissverständlich ermahnt.
Die Stadt und die Kfz-Innungen haben in den vergangenen Wochen Mitarbeiter zu den Großparkplätzen Osnabrücker Märkte entsandt, um die Autofahrer aufzuklären und Plaketten für fünf Euro abzugeben. Dabei machten die Mitarbeiter auch Stichproben auf den Parkplätzen. Das Ergebnis: 30 bis 40 Prozent der Autos mit Osnabrücker oder Steinfurter Kennzeichen sind noch plakettenlos. Hochgerechnet auf den gesamten Pkw-Bestand in Stadt und Landkreis, heißt das, wie Gerdts vorrechnet, dass 150 000 bis 200 000 Autos noch ohne Plakette sind und nicht in die Osnabrücker Innenstadt fahren dürfen.
" Wir haben gemerkt, dass es noch viele Missverständnisse gibt", fährt Gerdts fort. Zum Beispiel: Es gibt nicht drei Umweltzonen in den Farben Rot, Gelb und Grün, wie manche meinen, sondern nur eine. Und die Umweltzone bleibt durchgehend in Kraft. Ihre Gültigkeit hängt nicht vom Wetter ab: " Manche glauben tatsächlich, sie gilt nur bei schlechtem Wetter", sagt Gerdts.
Am 4. Januar, dem ersten Werktag des neuen Jahres, wird die Umweltzone in Osnabrück scharf gestellt. Die ersten Schilder stehen schon, insgesamt 125 Hinweisschilder werden in der Stadt aufgestellt. An den Autobahnen weisen 27 Tafeln auf die Umweltzone und Plakettenpflicht hin.
Große Teile der Innenstadt sind dann für Stinker tabu. Es betrifft etwa drei Prozent der in Osnabrück gemeldeten Fahrzeuge. Ab 4. Januar dürfen nur noch Fahrzeuge mit roter, gelber oder grüner Plakette in die Umweltzone einfahren. Ein Jahr später ist eine gelbe oder grüne Plakette nötig, ab Januar 2012 benötigen Autofahrer die grüne. 33 deutsche Städte haben Umweltzonen eingeführt, im Januar kommen acht weitere hinzu. Darunter ist auch Münster. Die Nachbarstadt steigt sogar in der verschärften Variante ein: Vom Start weg sind alle Autos ausgesperrt, die keine oder nur eine rote Plakette haben.
Bis zum Ende des Jahres fördert der Staat die Rußfilter-Nachrüstung, die etwa 600 bis 700 Euro kostet, mit 330 Euro. Volkswagen subventioniert den Filtereinbau zusätzlich, sodass ein VW-Fahrer nach Angaben von Detlef Gerdts sein Auto " für zehn Euro" umrüsten lassen kann. Aber: Die Frist läuft Ende des Jahres aus, und die Werkstätten haben viel zu tun.
Die Umweltzone ist nach Expertenmeinung das wirksamste Mittel, um die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zu mindern. Das Zeug ist hochgiftig und entsteht durch den Autoverkehr, vor allem durch Dieselmotoren. Osnabrück überschreitet den Grenzwert nahezu pausenlos.

Bildtext: Die ersten Schilder stehen wie hier am Ickerweg/ Ecke Heinrich-Rabe-Weg. Am 4. Januar wird die Umweltzone in Osnabrück scharf geschaltet. Wer ohne Plakette in die City fährt, riskiert einen Punkt und 40 Euro. Foto: Gert Westdörp
Autor:
hin


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