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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Flächenverbrauch geradezu verheerend für die Natur
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Auch der NABU begrüßt grundsätzlich den Ausbau regenerativer Energien. Schließlich bedroht der vom CO2 - Ausstoß geförderte Klimawandel die Biodiversität essenziell, und auch zum Beispiel neue Braunkohletagebaue haben für die Flora und Fauna in aller Regel massive negative Folgen. Dennoch muss der Bau flächenhafter Solaranlagen mit Sorge betrachtet werden, denn sie führen zu einem erheblichen Flächenverbrauch. Die zunehmende Beanspruchung landwirtschaftlicher Nutzflächen führt zu einer weiteren Intensivierung verbliebener Flächen. In den letzten Jahren verkommt die Kulturlandschaft durch den ungezügelten Bau von Biogasanlagen, ebenfalls als regenerative Energie gepriesen, mehr und mehr zur Energieerzeugungslandschaft, geprägt von einem weiter steigenden Anteil des Maisanbaus.
Die Auswirkungen auf die Biodiversität sind verheerend: So gehören etwa Brutvögel der Agrarlebensräume wie die Feldlerche zu den Arten, deren Bestände in Mitteleuropa am bedrohlichsten abnehmen der einst allgegenwärtige Lerchengesang ist im benachbarten Westfalen bereits eine Seltenheit geworden. Da hilft auch keine Beschränkung von Solarparks auf zuvor schon landwirtschaftlich genutzte Flächen. Solarparks sind zwar im Sinne der Grundwasserneubildung nicht als versiegelt′ anzusehen, für die typische Flora und Fauna unserer offenen Kulturlandschaft aber weitgehend entwertet. [. . .]
Geradezu verheerend für die Natur wird es dann, wenn ausgerechnet Grenzertragsstandorte und Konversionsflächen für Solarparks herhalten sollen. Dies sind aus Naturschutzsicht zumeist die wertvollsten, weil nährstoff-armen Standorte. Gerade auf frei werdenden Militärflächen sind die Naturschutzwerte besonders hoch, solche Standorte für Solarparks zu opfern, wäre völlig unverantwortlich. Aus Sicht des NABU ist daher zu fordern, den Ausbau der Solarenergie auf allen dazu geeigneten Dächern massiv zu fördern und bei Neubauten sogar verpflichtend zu machen, wenn sich schon Gewerbegebiete und immer mehr Mastställe in die Landschaft fressen."

Andreas Peters
1. Vorsitzender
NABU Osnabrück e. V.
Am Schölerberg 8
Osnabrück

Bildtext: Solarparks wie hier in Schwege benötigen viel Fläche und sind daher unter Umwelt-Gesichtspunkten durchaus auch kritisch zu bewerten. Foto: Archiv
Autor:
Andreas Peters


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