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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sperrmüll: Termine für 2009 sind vergeben
Zwischenüberschrift:
Wer sich jetzt meldet, muss die Gebühr von 29 Euro zahlen – Viele Anrufer sind sauer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nichts zu machen: Wer jetzt seinen Sperrmüll anmeldet, bekommt in diesem Monat keinen Termin mehr. Und im neuen Jahr kostet der Service 29 Euro. Was nun?
Viele Osnabrücker sind sauer, dass ihnen die Stadt die Gebühr aufs Auge drückt. Schon ist von Abzocke die Rede, und gemäßigte Naturen merken an, zehn oder 20 Euro hätten′s doch auch getan.
Warum gerade 29 Euro?
Im zuständigen Werkausschuss wurde der Vergleich mit anderen Kommunen bemüht. In vergleichbaren Städten, so hieß es da, würden 25 bis 35 Euro kassiert. Unter den Ratsmitgliedern setzte sich die Auffassung durch, dass 29 Euro zumutbar seien.
Gemeinsames Leid . . .
Kreative Köpfe überlegen sich schon, wie sie die Stadt austricksen und die Gebühr zumindest reduzieren können. Wenn ich mich mit meinen Nachbarn zusammenschließe, rechnete ein Helleraner gestern vor, bezahlt jeder nur 2, 90 Euro. Das könnte bei kleinen Mengen funktionieren, aber die Strategen von der Müllabfuhr denken auch so weit und verderben den Spaß. Für 29 Euro werden nicht beliebige Mengen abgeholt, sondern nur fünf Kubikmeter.
Sperrmüll-Schmarotzer
Es gibt Zeitgenossen, die schon jetzt ohne Absprache mit den Nachbarn bevorzugt in den späten Abendstunden für eine wundersame Sperrmüll-Vermehrung sorgen. Und es lässt sich an fünf Fingern abzählen, dass solche Nassauer bald in allen Wohnvierteln auftauchen inkognito! Die Frage, wer dafür aufkommen muss, haben die städtischen Juristen mit geradezu perfider Routine beantwortet: Wer die Musik bestellt hat, muss bezahlen. Im Zweifel auch die Zugaben.
Leerfahrt bezahlen?
Denkbar ist auch das krasse Gegenteil: Familie Meyer bestellt die Sperrmüllabfuhr, bezahlt brav die 29 Euro und stellt Omas altes Sofa an die Straße. Am nächsten Morgen hat das gute Stück längst einen neuen Liebhaber gefunden, und die Herren mit den orangefarbenen Westen ziehen unverrichteter Dinge wieder ab. Ist die Gebühr dann trotzdem fällig? Abfallberaterin Anita Maskos macht eine klare Ansage: Ja, denn jeder sei für seinen Müll selbst verantwortlich. Im Zweifel muss das Sofa an der Straße also bewacht werden!
Ab in die Botanik?
Schlichte Gemüter werden vielleicht auf die Idee kommen, die ausgediente Waschmaschine oder das lädierte Billy-Regal auch in Wald, Wiese oder Park zu entsorgen. Wenn man sich nicht erwischen lässt. Auch darauf ist die Stadt vorbereitet. Sie nennt aber keine Einzelheiten. Vielleicht wird das OS-Team ja verstärkt.
Sperrmüll-Boom
Die Ankündigung, dass künftig eine Gebühr erhoben werden könnte, ließ schon im November die Telefone heiß laufen. Sprunghaft stieg die Zahl der Sperrmüll-Anmeldungen auf über 500 pro Tag. Sonst sind es 150 bis 200. Als gestern der Beschluss verkündet wurde, meldeten sich nur noch 31. Als sie hörten, dass die Termine für 2009 schon vergeben sind, verzichteten die meisten von ihnen.
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Bildtext: Jeder ist für seinen Sperrmüll selbst verantwortlich! Zeichnung: Olaf Thielsch
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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