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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neumarkt als attraktives Zentrum
Zwischenüberschrift:
Nach dem Zweiten Weltkrieg standen Behelfsbauten an Osnabrücks zentralem Platz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Behelfsgebäude prägte in den 60er-Jahren das Bild an der Ecke Neumarkt/ Johannisstraße. Es war errichtet worden, weil im Zweiten Weltkrieg auch im Zentrum Osnabrücks viele Häuser durch Bomben zerstört worden waren. Hier waren einige Geschäfte zu finden, die das Wirtschaftsleben mit ankurbelten.
Damals durchzogen den Platz in wenigen Meter Höhe die Oberleitungen für denO-Bus, der ab 1949 durch Osnabrück fuhr. Erstmals rollte am 1. Dezember um 11 Uhr ein O-Bus vom Rißmüllerplatz über den Hasetorwall und die Natruper Straße nach Eversburg.
Zunächst waren O-Busse und Straßenbahnen gemeinsam in der Stadt unterwegs, doch 1958 fiel die Entscheidung, ganz auf O-Busse umzusteigen. Über den Neumarkt fuhren diese Busse ab Sommer 1959. Als der Platz 1964 umgebaut wurde, rollten die Linien 2/ 21/ 22 über eine eigens errichtete Holzbrücke. Andere Linien endeten hier. Im November 1964 fiel der Entschluss, auf Dieselbusse umzusteigen. Der letzte O-Bus fuhr in Osnabrück am 10. Juni 1968.
Mit dem Rücken zum Grünen Brink haben die Fotografen die Bilder aufgenommen. Der Blick fällt links auf das Landgericht und rechts auf das Grundstück an der Ecke zur Johannisstraße, auf dem ab etwa 1926 das " Hotel Bavaria Bayrischer Hof" seine Türen geöffnet hatte. Damals hatte der Neumarkt noch Platzcharakter, denn die Häuserzeile ragte von der Großen Straße wesentlich weiter hinein. Der Neue Graben war bis 1945 sehr schmal. Erste Pläne zur Umgestaltung des Neumarkts entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, seine heutige Gestalt bekam der Bereich aber erst nach 1960.
" Der Neumarkt wird repräsentatives Stadtzentrum" titelte das " Osnabrücker Tageblatt" am 3. Juni 1964. Damals wurde auch beschlossen: " Das Eckhaus Johannisstraße und Neuer Graben (Brüggen) an der Seite der Johannisstraße wird auf Arkaden gestellt." Diese Arkaden ermöglichen es bummelnden Fußgängern auch heute noch, ein kurzes Stück vor Regen geschützt die Schaufenster zu betrachten.
Auch heute gibt es wieder Pläne, den Neumarkt zu einem repräsentativen Zentrum der Stadt zu machen. Einer der Streitpunkte ist das Gebäude, das auf der Ecke von Neumarkt und Johannisstraße steht.

Bildtext: Ein Behelfsbau wurde nach dem Zweiten Weltkrieg an der Ecke von Neumarkt und Johannisstraße errichtet, wie diese Aufnahme aus den 60er-Jahren zeigt. Die Ansichtskarte stammt aus der Sammlung von Helmut Riecken.

Die Kacheln fallen seit geraumer Zeit von dem grünen Eckgebäude am Neumarkt. Foto: Moritz Münch
Autor:
Marie-Luise Braun


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