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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Freie Bahn für die neuen Windriesen
Zwischenüberschrift:
Piesberg: Demontage läuft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wallenhorst/ Osnabrück. Eine Windmühle nach der anderen verschwindet vom Piesberg. Die östliche Anlage ist schon komplett demontiert, zwei weitere werden voraussichtlich Mitte nächster Woche abgebaut sein. Im Frühjahr wollen die Stadtwerke drei größere Windgeneratoren mit jeweils zwei Megawatt Leistung aufstellen.
Von Repowering sprechen die Fachleute, wenn ältere Windrotoren durch leistungsfähigere neue ersetzt werden. Auf dem Piesberg wird sich der Unterschied schon an der Größe ablesen lassen. Die neuen Riesen haben einen Rotordurchmesser von 82 Metern bei der alten Garde waren es nur 38 Meter. Ihre Nabe dreht sich in 108 Meter Höhe über der Felsrippe. Damit ist der Mast gegenüber seinem Vorgänger mehr als doppelt so hoch und überragt sogar den Katharinenkirchturm, das höchste Bauwerk der Stadt.
Bei näherer Betrachtung sind aber auch die von den Stadtwerken ausgemusterten 500-Kilowatt-Anlagen nicht von schlechten Eltern. Wer in diesen Tagen die Demontagearbeiten auf dem Piesberg beobachtet, ist beeindruckt von ihren stattlichen Abmessungen.
Das stürmische Wetter habe die Arbeiten um eine Woche verzögert, teilte Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer gestern mit. Jetzt laufe aber alles nach Plan. Ein großer Mobilkran steht bereit, um Rotor und Mast sanft zu Boden gleiten zu lassen.
Auf der Felsrippe hat sich eine ganze Schar von Fotografen eingefunden, um die entscheidenden Augenblicke festzuhalten. Einer von ihnen ist Heinz Hesse, der uns die Fotos zu diesem Bericht zur Verfügung gestellt hat. Sie wurden beim Abbau deröstlichen Anlage (Nr. 4) aufgenommen. Die beiden mittleren Maschinen folgen in den nächsten Tagen. Anlage Nr. 1, der westliche Vorposten, bleibt noch eine Weile stehen. Bis die Piesberger Steinindustrie diesen Teil der Felsrippe abträgt.
Die ausgemusterten Windgeneratoren werden nicht etwa verschrottet, sondern vom Auricher Hersteller Enercon zurückgenommen. Sie sollen als Ersatzteillager für baugleiche Anlagen dienen. Mehr als neun Millionen Euro investieren die Stadtwerke Osnabrück, um die Windenergie auf dem Piesberg wirksamer zu nutzen. Die doppelt so großen Dreiflügler sollen gegenüber ihren Vorgängern viermal so viel Strom liefern.
Parallel zum Abbau der älteren Windgeneratoren werden schon die Betonfundamente für die neuen Masten gegossen. Zwei von ihnen sollen noch in diesem Jahr fertig werden, kündigt Stadtwerke-Sprecher Hörmeyer an, das dritte Anfang 2010. Wenn alle Arbeiten planmäßig weitergehen, werden sich die neuen Rotoren im Frühjahr 2010 drehen.
Dass die Stadtwerke auf dem Piesberg klimafreundlich Strom erzeugen, kommt nicht überall gut an. Aus Lechtingen gab es Widerstände gegen den Lärm und den Schattenwurf der neuen Windriesen. Um den Anwohnern entgegenzukommen, wird das östliche Windrad 30 Meter niedriger gebaut als zunächst geplant.

Bildtext: Als Ersatzteillager werden die Rotoren dienen, die in diesen Tagen vom Piesberg verschwinden. Fotos: Heinz Hesse
48 Meter hoch ist der Mast von Anlage Nr. 4, der hier am Haken eines Mobilkrans sanft zu Boden schwebt.
Autor:
rll


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