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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Zoo als Fels in der Brandung
Zwischenüberschrift:
Ehrung als "Ausgewählter Ort" – Förderkreistreffen im Rathaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Zoo Osnabrück ist wenn man den Worten seines Geschäftsführers Andreas Busemann Glauben schenken will so etwas wie das kleine gallische Dorf bei Asterix und Obelix: Während ringsum die Wirtschaftskrise tobt und Unternehmen, Kommunen und ganze Staaten mit sich reißt, trotzt die Einrichtung auf dem Schölerberg allen Negativtrends, legt bei Besucherzahlen und Einnahmen gegenüber dem Vorjahr noch einmal kräftig zu.
So jedenfalls verkündete es Busemann vor der Versammlung der Förderer des Zoos im Ratssitzungssaal: Konstanter Zuwachs der Besucherzahlen seit zehn Jahren, im Gleichschritt steigende Einnahmen nicht nur aus den Eintrittsgeldern, sondern auch aus Sponsorengeldern und Fördermitteln sowie rege Bautätigkeiten, die sich auch in den kommenden Jahren mit mittlerweile gewohnt hoher Schlagzahl fortsetzen werden.
Mittlerweile liegt auch ein Gutachten zu den Regionalwirtschaftlichen Effekten des Osnabrücker Zoos vor. Christian Rast von der Freizeit und Tourismusberatung (ift) aus Köln beschreibt darin eine Einrichtung, " die mit Abstand die besucherstärkste Attraktion in der Stadt Osnabrück sowie im gesamten Osnabrücker Land" ist. Er hat errechnet, dass der Zoo für die Region eine Wertschöpfung in Höhe von 13, 3 Millionen Euro und insgesamt 270 Arbeitsplätze generiert. Für jeden Arbeitsplatz im Zoo schaffe die Einrichtung zwei weitere in Stadt und Landkreis, so Rast.
Kein Wunder also, dass auch Oberbürgermeister Boris Pistorius des Lobes voll war und den Zoo als einen Arbeitgeber würdigte, der " mit der Umsetzung seiner innovativen Ideen regelmäßig auch wirtschaftliche Impulse setzt". Die Rechnung geht für die Stadt auf, da sie dem Zoo nur noch einen geringen Zuschuss von 340 000 Euro gibt. Das sind sieben Prozent des Zoohaushalts. Vergleichbare Einrichtungen kassieren durchschnittlich bis zu 50 Prozent von ihren Kommunen.
Mit bis zum heutigen Zeitpunkt etwa 850 000 Besuchern blicke der Zoo auf das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte zurück, erläuterte Busemann. Den neuerlichen starken Zuwachs führte er auf den Unterirdischen Zoo zurück, der Anfang des Jahres ans Netz ging. Diese neue Abteilung wurde während des Förderkreistreffens als " Ausgewählter Ort 2009" von der Deutschen Bank und der Standortinitiative " Deutschland Land der Ideen" (Schirmherrschaft Bundespräsident Horst Köhler) geehrt. Zoopräsident Reinhard Coppenrath dankte ebenso wie Busemann allen Mitarbeitern, die das Projekt engagiert vorangetrieben hätten.
Wohin ihre Fördergelder in den kommenden Jahren fließen werden, erläuterte Busemann den Gästen beim Blick auf die Zukunft des Zoos. Wenn im kommenden Jahr die afrikanische Erlebniswelt Takamanda eröffnet ist, werden sich nahtlos neue Projekte anschließen. So wird der Affenfelsen sein hässliches Betongesicht verlieren und zu einem kambodschanischen Tempel umgestaltet. Außerdem wird die Bärenanlage einer Grunderneuerung unterzogen: Eine nordeuropäische Taigalandschaft soll entstehen, in der neben den Bären weitere Tierarten präsentiert werden. Gleichzeitig wird hier das Thema Klimawandel aufgegriffen. Ein Gesicht bekommt der Klimawandel durch die Bären Tips und Taps, die aus einer Liaison zwischen Eis- und Braunbären hervorgegangen sind. Eine Mischform, die uns sollte sich das Klima weiter so verändern wie bisher auch in der Natur verstärkt begegnen wird, da sich die Lebensräume beider Bärenarten immer mehr annähern.

BIldtext: Ein kambodschanischer Tempel soll aus der Betonwüste gewachsen sein, wenn die Renovierung des Affenfelsens bis zum 75. Gründungstag des Zoos in zwei Jahren abgeschlossen ist. Foto: Zoo Osnabrück

Der Preis der Initiative " Deutschland Land der Ideen" wurde Andreas Busemann, Boris Pistorius und Reinhard Coppenrath von Lisa Seefeldt von der Deutschen Bank (von links) in Osnabrück überreicht. Foto: Egmont Seiler
Autor:
dk


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