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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Das wäre ein herber Verlust"
Zwischenüberschrift:
Aktionszentrum 3. Welt kritisiert Kürzungspläne der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit Empörung und Unverständnis hat der Vorstand des Aktionszentrums 3. Welt (A3W) auf die überraschenden Kürzungspläne der Stadtverwaltung reagiert. Dezernentin Rita Maria Rzyski hatte dem Kulturausschuss vorgeschlagen, ab 2011 die Mittel für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Höhe von 34 800 Euro ganz zu streichen.
Mit dem Zuschuss wird zu 85 Prozent die Stelle des Bildungsreferenten Reinhard Stolle finanziert. Der dreijährige Kooperationsvertrag mit der Stadt endet 2010. Ohne den Zuschuss könne das vor 27 Jahren gegründete A3W die erfolgreiche Bildungsarbeit und Friedenserziehung nicht aufrechterhalten, sagte Vorstandssprecher Franz Wirtz. Nach seinen Worten hat das unabhängige Aktionszentrum zwei Säulen auf der einen Seite den Weltladen, der sich aufgrund der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter selbst trägt; auf der anderen Seite die von einem Hauptamtlichen verantwortete Bildungsarbeit. Das eine sei ohne das andere nicht vorstellbar. Wenn die Bildungsarbeit wegbreche, falle auch der Weltladen auf die Nase, sagte Franz Wirtz. Er wies darauf hin, dass das A3W für die Räume an der Bierstraße monatlich eine ortsübliche Miete in Höhe von 1200 Euro an die Stadt zahle.
Es sei eine Milchmädchenrechnung, dass die Stadt durch die Zuschusskürzung Geld spare. Denn Reinhard Stolle gelinge es, durch seine professionelle Arbeit mehr als 100 000 Euro im Jahr an Drittmitteln einzuwerben für Partnerschaftsprojekte in Peru und Südafrika ebenso wie für Kulturveranstaltungen in Osnabrück. " Das wäre ein herber Verlust für die Stadt", sagte Norbert Jahn, früher Lehrer am Graf-Stauffenberg-Gymnasium, Dritte-Welt-Aktivist und ebenfalls Vorstandsmitglied im A3W. Er wies auf die nachhaltigen Impulse für die Schulen hin und die internationalen Kontakte, die durch Reinhard Stolle entstanden seien. Es sei falsch, diese kontinuierliche Arbeit aufgeben zu wollen. Osnabrück würde dem Anspruch, eine globale Friedensstadt zu sein, nicht mehr gerecht werden. Der A3W-Vorstand kritisiert außerdem, über die Kürzungspläne vorab nicht informiert worden zu sein. Das sei nicht gerade die feine Art bei offiziellen Anlässen gewürdigt und dann so scharf attackiert zu werden.

Bildtext: Interkulturelles Lernen: Regelmäßig kommen Jugendliche ins A3W an der Bierstraße, um sich nachhaltig über den Alltag in den Entwicklungsländern zu informieren. Vor Kurzem empfing Reinhard Stolle eine Klasse der Möser-Realschule.
Autor:
jan


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