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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn es nie richtig dunkel wird
Zwischenüberschrift:
Astronom Andreas Hänel untersucht Ursachen der Lichtverschmutzung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " So einen Himmel wie hier, den habe ich nur früher gesehen", zitiert Dr. Andreas Hänel, Leiter des Osnabrücker Planetariums, einen Besucher. Seitdem beschäftigt ihn die Frage, warum der Nachthimmel früher besser zu sehen war und warum man an manchen Orten besser in die Sterne schauen kann als an anderen.
nasl Osnabrück. Einer der Gründe dafür ist die Lichtverschmutzung. " Keiner weiß genau, was es ist und wie die Ursachen dafür behoben werden können", beschreibt Hänel das Phänomen.
Deswegen forscht er seit nunmehr 15 Jahren akribisch daran und wurde für seine Arbeit vor Kurzem von der International Dark-Sky-Association mit dem " Galileo Award" ausgezeichnet. Das ist zwar nicht der Nobelpreis, aber ein wichtiger Preis für die spezielle Erforschung der Lichtverschmutzung. Die internationale Anerkennung freue ihn sehr, sagt Hänel. Gerade 2009, im Jahr der Astronomie, passe das ins Gesamtkonzept.
Sein Leitspruch ist einfach, aber effektiv: " Es wird zu viel geredet und zu wenig gehandelt." Und Dr. Hänel handelt, wo er kann.
Deswegen wirkt er manchmal auch etwas behäbig, wenn er durch das Planetarium geht, den rechten Arm stets in die Hüfte gedrückt. Die letzte Nacht war lang. Das zeigen seine Augenringe deutlich. Wenn man bis 1 Uhr nachts in den klaren Sternenhimmel schaut, hinterlässt das eben seine Spuren.
" Energiesparlampen und LEDs müssen noch weiter erforscht werden. Wenn Sie Glühbirnen kaufen, dann unbedingt mit warm-weißem Licht", rät er.
Mit gesenktem Kopf schaut der 1, 83 Meter große Astronom durch seine Brille, die auf der Nasenspitze sitzt. Sein Blick hätte etwas Belehrendes, wenn da nicht seine freundliche Stimme mit der zwar ans Hochdeutsche angepassten, aber dennoch unverkennbar rheinischen Mundart wäre.
Geboren ist Andreas Hänel 1953 in Bad Honnef bei Bonn. Nach dem Physikstudium und der Promotion in Astronomie verschlug es ihn nach einem kurzen Intermezzo am Max-Planck-Institut Heidelberg nach Osnabrück. Hier angekommen, landete er auf einer Baustelle. Hänels Dienstantritt als Leiter des Plane- tariums war am 1. April 1986.
Sechs Monate später stand die Eröffnung an. Seitdem ist er mit seinen Aufgaben gewachsen. Er sei stets mit der Zeit gegangen und habe sich dabei bemüht, kosteneffizient und nachhaltig zu arbeiten. Steine habe man ihm nie in den Weg gelegt, und die Zusammenarbeit mit der Stadt lief über die Jahre sehr reibungslos ab.
Nicht zuletzt mag das wohl auch auf sein freundliches Gemüt zurückzuführen zu sein.
Trotzdem kann sich Hänel durchaus durchsetzen. Als 1993 zum ersten Mal das Internet im Gespräch war, entschied sich der Astronom entgegen dem Rat von Technikern zur Installation von datentauglichen Diaprojektoren. Mit Erfolg. Heute ist das Internet ein wichtiger Bestandteil bei der Erforschung der Sterne.
Hänels Hobby ist die Astronomie. Andere Hobbys kann und will er sich nicht leisten. Schließlich habe er auch noch Familie. Eine Frau und zwei Kinder. Zwillinge. Einen Namenszwilling hat Dr. Andreas Hänel auch. Der leitet eine Firma in München, die sich mit Fotovoltaik-Anlagen beschäftigt.
So eine Anlage ist auch am Museum am Schölerberg zu finden. " Vor Kurzem hatte ich einen Anruf aus Fernost. Da interessierte sich jemand für Solaranlagen." Verdutzt musste Hänel dann feststellen, dass er einen Namensvetter hat. " Und der beschäftigt sogar auch noch einen Astronomen", schmunzelt Hänel.

Bildtext: Schon beruflich immer den Blick nach oben gerichtet hat Astronom Andreas Hänel. Foto: Moritz Münch
Autor:
nasl


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