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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kanalbrücke 79 wird freigegeben
Zwischenüberschrift:
Ab Freitag wieder Straßenverbindung zwischen Eversburg und Pye
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Brücke Nummer 79 über den Stichkanal in Eversburg ist fertiggestellt und wird am kommenden Freitag, 27. November, in der Mittagszeit wieder für den Verkehr freigegeben. Das teilte gestern das Neubauamt für den Ausbau des Mittellandkanals in Hannover mit. Die Baukosten betrugen insgesamt rund drei Millionen Euro.
Damit ist nach nur 18-monatiger Sperrzeit die Straßenverbindung zwischen den Osnabrücker Stadtteilen Eversburg und Pye über den Stichkanal Osnabrück wiederhergestellt.
Der Neubau der Brücke 79 war im Zuge des Ausbaus des Stichkanals Osnabrück erforderlich geworden, da der Stichkanal den Anforderungen an moderne Binnenschifffahrt angepasst wird. Das Kanalprofil wird deshalb zurzeit von etwa 25 auf etwa 38 Meter Wasserspiegelbreite erweitert, und die Spannweite der Brücke musste auf 52, 90 Meter vergrößert werden.
Die Fahrbahnbreite der neuen Brücke wurde nach Vorgaben der Stadt Osnabrück vergrößert und beträgt jetzt 5, 50 Meter. Zusätzlich erhielt die Brücke auf der Ostseite einen Rad- und Fußweg mit einer Breite von 2, 50 Metern. Die Stadt hat sich an den Baukosten beteiligt.
Die alte Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahr 1914 wurde durch eine Spannbetonbrücke in selbiger Lage ersetzt. Eine Spannbetonbrücke, die an Schifffahrtskanälen eher selten zu finden ist, konnte gewählt werden, da durch das vorhandene Gelände eine ausreichende Durchfahrtshöhe für die Binnenschiffe vorhanden ist und damit die Spannbetonbrücke die wirtschaftlichste Lösung darstellte, wie Martin Dummeyer von der Bauüberwachung in Bramsche erklärt.
Innovative Konstruktion
Zur Herstellung des Spannbetonüberbaus wurde ein separates Traggerüst für die Schalhaut des Überbaus über dem Stichkanal errichtet. Für den vorübergehenden Schutz des Traggerüstes gegen Schiffsanfahrungen wurde ein temporäres Leitwerk aus einer Stahlrohr- und Stahlträgerkonstruktion im Stichkanal eingebracht.
Besonderheit dieser Spannbetonbrücke sind die austauschbaren Glieder, die jeweils aus 66 Spannstahldrähten bestehen. Die Spannglieder können im Falle ihres Versagens im Gegensatz zu herkömmlichen Spannbetonbrücken, bei denen die Spannglieder fest mit dem Beton verbunden sind, ausgetauscht werden.
Die Straßenanbindungen an der Brückennord- und Südseite einschließlich deren Rampen wurden im Zuge des Brückenneubaus ebenfalls erneuert.
350 Tonnen Betonstahl
Für den Brückenneubau wurden rund 30 000 Kubikmeter Erdreich bewegt. 80 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern und einer Länge bis zu 13 Metern wurden verarbeitet außerdem: etwa 1500 Kubikmeter Stahlbeton, rund 350 Tonnen Betonstahl und 30 Tonnen Spannstahl. Rund 3000 Quadratmeter Straße wurden errichtet und asphaltiert. Der Auftrag wurde von der Firma Bernhard Becker Bauunternehmen aus Meppen ausgeführt.

Bildtext: So sah die Brücke im Juli 2008 zu Beginn der Bauarbeiten aus. Der Ausbau des Stichkanals hatte die Vergrößerung der alten Stahlfachwerkbrücke notwendig gemacht. Archiv-Foto: Gert Westdörp

18 Monate war durch die Erweiterung der Kanalbrücke 79 die Verbindung zwischen Eversburg und Pye unterbrochen. Foto: Neubauamt für den Ausbau des Mittellandkanals


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