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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Qualitätssiegel für die Waldbesitzer
Zwischenüberschrift:
Waldschutzgenossenschaft Osnabrück-Süd erneut zertifiziert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nachhaltige und umweltverträgliche Forstwirtschaft, dieses Qualitätssiegel haben jetzt die Waldbesitzer in der Waldschutzgenossenschaft Osnabrück-Süd erneut bekommen. Die Wälder im Bereich des Forstamts Osnabrück wurden nach dem Zertifizierungssystem PEFC überprüft.
Auditor Karl Gruss, ein unabhängiger Forstmann aus Hannover, nahm für seine Stichprobe gleich mehrere Betriebe in Theorie und Praxis unter die Lupe. Auf dem Forstamt inspizierte er die Betriebsunterlagen, dann wurden damit die Waldbilder verglichen. Am Ende durften nicht nur die Heger Laischaft, sondern auch Deutschlands prominentester Waldbesitzer Georg Schirmbeck immerhin Vorsitzender des Deutschen Forstwirtschaftsrates, in dem zwei Millionen Waldbesitzer mit 11, 1 Millionen Hektar Wald zusammengeschlossen sind ein positives Attest als Ergebnis der Re-Zertifizierung entgegennehmen: dass sie sich ihrer Verpflichtung zu nachhaltiger Forstwirtschaft bewusst sind und entsprechend wirtschaften. Jährlich wird im Rahmen einer Kontrollstichprobe rund die Hälfte der zertifizierten Waldfläche kontrolliert. Der Forstmann Karl Gruss machte sich dazu vor Ort ein umfassendes Bild der Waldbewirtschaftung. Und womit konnte die Heger Laischaft dabei punkten, sodass am Ende ein gutes Zeugnis stand? Schrittweise werden Fichtenwälder mit standortgerechten Laubbaumarten aufgeforstet. Maschinen bei der Waldarbeit bleiben auf der Rückegasse, damit keine flächige Bodenverdichtung stattfindet. Abgestorbenes Totholz und ökologisch wertvolle Habitatbäume, in denen zum Beispiel der Specht oder die Holhltaube brüten, werden von der Nutzung ausgenommen. Und Brennholzwerber, auch das gehört zu den Anforderungen des PEFC-Zertifikats, müssen ihre Sachkunde und eine sichere Ausrüstung nachweisen.
Das Zertifizierungssystem PEFC geht auf die Umweltkonferenz von Rio zurück. Es will Holzkäufern und Marktpartnern die Gewähr geben, dass die Wälder nach hohen Standards bewirtschaftet werden, und hat mittlerweile ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit erreicht. PEFC ist mit 204 Millionen Hektar das größte Waldzertifizierungssystem weltweit. In Deutschland sind jetzt 67 Prozent der deutschen Waldfläche, das sind 7, 3 Millionen Hektar, nach PEFC zertifiziert.

Bildtext: Ortstermin im Walde: Im Heger Holz überzeugte sich der Auditor Karl Gruss (Mitte) von der fachgerechten Bewirtschaftung des Waldes. Mit dabei (von links) Laischafts-Buchhalter Frank Henrichvark und Revierförster Frank Berstermann sowie Uwe Wessel und Ludwig Hackelberg vom Forstamt Osnabrück. Foto: Uwe Lewandowski


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