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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im "Paradies" gegründet
Zwischenüberschrift:
Franz-Hecker-Schule feiert 100-jähriges Bestehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gestern vor genau 100 Jahren nahm die Franz-Hecker-Schule in Nahne ihren Unterricht auf. In einem vielseitigen Festprogramm erinnerten Schüler, Lehrer und Gäste an die wechselvolle Geschichte der heutigen Grundschule.
steb Osnabrück. " Halt die Klappe, alter Frosch, und lass das Quaken sein" eine versteckte Kritik an den zu erwartenden Reden anlässlich eines Schulgeburtstages? Nein. Vielmehr symbolisierte das von Schülern der ersten beiden Klassen und vom MGV Nahne im Duett gesungene Lied die Generationen verbindende Institution im lange eigenständigen Nahne.
" Welche Schule hat schon das Glück, im Paradies gegründet worden zu sein?", stellte Oberbürgermeister Boris Pistorius in seinem Grußwort fest. Er erinnerte damit an die Einweihung der damaligen Volksschule in Nahnes langjährigem Traditionsgasthaus " Paradies". Mit Blick auf 100 Jahre Schulgeschichte sagte Pistorius, dass heute nicht allein Wissensvermittlung, sondern auch das Lernen sozialer Kompetenzen auf dem Stundenplan stehe.
Gemeinschaftliches Handeln machte die Elternratsvorsitzende Christine Bokern als Merkmal einer guten Schule aus. Eltern müssten ihrem Erziehungsauftrag nachkommen. " Ohne diese Unterstützung durch uns Eltern können die Lehrer ihrem Bildungsauftrag nur schwer nachkommen."
Szenen aus dem Schulalltag zwischen Gestern und Morgen spielten Schüler und Lehrer. 1909 lernte man gemäß dem militaristischen Zeitgeist etwas über Soldatenmäntel und singend, dass der Kaiser ein lieber Mann sei. Fragte der Lehrer den Schüler, hatte der hinter seine Antwort stets ein " Jawohl, Herr Lehrer" hinzuzufügen. Nicht mehr kommuniziert, sondern nur noch auf einen Pfiff gehorcht wurde in den 1930er-Jahren. Bei bunt wehenden Fahnen und Händen an der Hosennaht präsentierten die Schüler nur scheinbar sinnentleerte Sportübungen, die allerdings dem Drill der kommenden Jahre dienten.
Für Heiterkeit sorgten parodistische Spielszenen aus der Schulzeit vor 30 Jahren. Durch Teil-, Schnitt- oder Großmengen wirbelten die Elemente bis zur Erkenntnis, dass sie selbst nicht wüssten, was sie da als Teil der Mengenlehre eigentlich machten.
Rektor Günter Nordmann erinnerte an die schulischen Aktivitäten zum Festjahr. Die Kooperation etwa mit Kunststudenten habe dauerhafte Spuren an den Fassaden hinterlassen. Im September sei die Schule zumindest für einen Tag in eine Kunstlandschaft verwandelt worden. Nordmann hieß auch zahlreiche Nahner Bürger und ehemalige Lehrer willkommen. Namentlich hervor hob er Bernhard Wübbel, der 1921 als Lehrersohn in der damaligen Volksschule geboren und dort auch unterrichtet wurde.

Bildtext: Streng ging es früher im Klassenzimmer zu, wie die Schüler der Franz-Hecker-Schule parodistisch darstellten.

Heute geht es da doch deutlich lockerer zu. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern ließen die Kleinen ihre Schule hochleben. Fotos: Moritz Münch
Autor:
steb


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