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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Räume für die Trauer
Zwischenüberschrift:
Sanierung auf dem Friedhof Dodeshaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die sogenannten Nebengebäude des Waldfriedhofs Dodeshaus sind in den vergangenen Monaten saniert oder abgetragen worden. Neu gestaltet, kommen sie jetzt den Bedürfnissen von Trauernden entgegen und helfen mittelfristig die Unterhaltungskosten zu reduzieren.
steb Osnabrück. Eine Modernisierung des gesamten Komplexes aus Aufbewahrungshallen und Sozialräumen hätte sich nicht mehr gerechnet. So lautete die Überlegung der Planer im städtischen Eigenbetrieb Immobilien und Gebäudemanagement. Zwar mussten über 740 000 Euro aufgewendet werden, doch die Investition und der Abriss besonders maroder Gebäudeteile waren nötig, um künftig die Kosten im Griff zu halten.
Statt Feuchtigkeitsdurchlässigem Flachdach konstruierte man nun ein wärmegerechtes Walmdach. Offener und heller zeige sich zudem das erhalten geblieben Gebäude nach der Sanierung, meint Eva Güse, Abteilungsleiterin Bestattungswesen und Friedhöfe. Besonders stolz ist sie auf den neu gestalteten Abschiedsraum. " Viele wollen am offenen Sarg nochmals ehrlich Abschied nehmen, und das können sie jetzt in angenehmer Atmosphäre." Oberbürgermeister Boris Pistorius stimmt ihr zu: " Der Umgang mit dem Tod ist ein anderer geworden." Neben dem Abschiedsraum befinden sich nun die acht um die Hälfte reduzierten Aufbewahrungszellen.
Zwischen Nebengebäude und Kapelle haben Auszubildende des Eigenbetriebes Grünflächen und Friedhöfe rund 300 Quadratmeter versiegelte Flächen geöffnet. Aufgelockert wurden sie durch mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, sogenannte Gabionen. Sie zeichnen demnächst auch die Umrisse der abgetragenen Gebäude nach.
Der Waldfriedhof Dodeshaus sollte ursprünglich einer der drei großen Zentralfriedhöfe Osnabrücks werden das zumindest sahen die Überlegungen Ende der 1960er-Jahre vor. Entsprechend großzügig baute man zum Beispiel Gebäude zur Aufbewahrung der Toten. Denn nach dem Willen der Planer sollten gleichzeitig mehrere Stadtteilfriedhöfe schließen. Doch das war damals politisch nicht durchsetzbar: Besonders in den durch die kommunale Gebietsreform an Osnabrück angeschlossenen und vormals selbstständigen Gemeinden gab es Widerstand.

Bildtext: Hell und freundlich sind die neuen Räumen, in denen Trauergäste von den Toten Abschied nehmen können. Foto: Jörn Martens
Autor:
steb


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