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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sportanlage Illoshöhe ist legal
Zwischenüberschrift:
Gericht weist Klage ab
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
slx Osnabrück. Auf dem Kunstrasenplatz und dem Beachvolleyballfeld der Sportanlage Illoshöhe dürfen Sportliebhaber auch künftig ihrer Leidenschaft nachgehen. Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat gestern die Klage eines Ehepaares abgewiesen, den dortigen Sportbetrieb komplett zu untersagen.
Eine kleine Einschränkung machten die Richter jedoch: In den jeweils zweistündigen Ruhezeiten von täglich 20 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zusätzlich von 13 bis 15 Uhr darf nur noch jeweils maximal eine halbe Stunde gekickt oder gepritscht werden.
Das Gericht forderte die Stadt als Betreiber der Anlage auf, genaue Betriebszeiten festzulegen und dafür zu sorgen, dass diese Beschränkungen eingehalten werden. Bisher hatte die Stadt auf eine derartige Formalie verzichtet.
Mit der Entscheidung des Gerichtes entspannten sich auch die Gesichtszüge von Lothar Gans. Der Manager des VfL Osnabrück, der zwar als Verein nicht beklagt war, der den Kunstrasenplatz jedoch für das Training seiner hochklassig spielenden Jugendmannschaften nutzt, hatte zuvor deutlich gemacht, was eine komplette Schließung für den Drittligisten bedeuten würde: " Dann melden wir den Verein vom Spielbetrieb ab, und es ist in Osnabrück Schluss mit Dritt- oder Zweitligafußball." Hintergrund seien Lizenzbedingungen des Deutschen Fußballbundes. " Wir haben ja keine Heimat. Aufgrund mangelnder Ausweichmöglichkeiten könnten unsere Nachwuchsteams nicht mehr trainieren. Und das wäre ein Verstoß gegen Lizenzbedingungen", sagte Gans.
Diese Gefahr ist nun gebannt. Den Rückzug kündigten allerdings die unterlegenen Kläger an: " Jetzt müssen wir wegziehen. Das geht so nicht mehr." In den 1950er- Jahren, als sie dort hingezogen seien, habe es an der Grenze zu ihrem Grundstück nur einen wenig benutzten Tennenplatz gegeben. Doch seit 2003, mit dem Kunstrasenplatz, sei es mit dem Frieden vorbei.
Gestört fühlen sich die Kläger nicht nur durch den Lärm der Sportler, " die sich lautstark Dinge zurufen" , gegen einen Fangzaun scheppernde Bälle und den An- und Abfahrtsverkehr der Sportler. Insbesondere am Wochenende sei es nicht möglich, die Terrasse zu benutzen, so die Kläger. Außerdem landeten rund 40 Bälle pro Jahr in ihrem Vorgarten.
Den Argumenten der Kläger, die Illoshöhe liege in einem reinen Wohngebiet, in dem eine Sportanlage nicht zulässig sei, folgten die Richter nicht. Vielmehr handele es sich um ein " allgemeines" Wohngebiet. Und da sei eine Sportanlage zulässig.

Autor:
slx


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