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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Fläschchen fürs Eichhörnchen
Zwischenüberschrift:
18-Jährige päppelt kleinen Nager auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Engter. Was war das für ein Quietschen im Laub? Vera Tschaikowski bückte sich auf den Waldboden, da hörte sie es gleich noch mal ihr Hund " Ballou" offensichtlich auch: Mit seiner Schnauze schnupperte er bereits eifrig im Laub, als sich das quietschende Wesen zeigte: Ein kleines Eichhörnchenbaby war offensichtlich aus dem Kobel seiner Mutter gefallen.
hiek Osnabrück/ Engter. " Durch das Geräusch dachte ich im ersten Moment an ein Mäusebaby, so wie ich es vor Jahren schon mal gefunden hatte", erzählt die 18-Jährige, die an der Angelaschule gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert. Als sie im Waldstück hinter ihrer Wohnung in Engter jetzt das Eichhörnchenbaby entdeckte, sei sie zunächst unsicher gewesen: Sollte sie es einfach mitnehmen oder doch lieber im Laub liegen lassen?
Sie entschied sich für Ersteres, prüfte jedoch vorher, ob sie in Sichtweite einen Kobel ausmachen konnte, in dem das Tier eigentlich durch seine Mutter beschützt werden sollte, und ob es Verletzungen hatte. Beides war nicht der Fall, sodass sie das auf den Namen " René" getaufte Eichhörnchenbaby mit nach Hause nahm.
Wie ihre Internetrecherche dort zeigte, schien es zunächst wichtig zu sein, dass sie sich um Renés Flüssigkeits- und Wärmehaushalt kümmerte. " Man sollte etwas Wasser abkochen und es mit Zucker mischen", berichtet Vera. Zudem habe sie noch eine Katzenbox mit Handtüchern und Decken " zum Einmümmeln" eingerichtet.
Damit ist der geschätzt fünf Wochen alte René die ersten Tage sichtlich gut über die Runden gekommen. An der Angelaschule hat er während Veras Freiwilligenjahr inzwischen auch schon einige Vormittage verbracht. " Die Schüler waren natürlich ganz begeistert", erzählt die 18-Jährige. In den jüngeren Jahrgangsstufen habe sie mit René zum Beispiel dieBiologiestunden besucht und für einen äußerst praxisnahe n Unterricht gesorgt.
Doch da ihr Findelkind inzwischen nicht nur von Zuckerwasser auf Katzenmilch umgestiegen ist, sondern auch sonst äußerst lebhaft wächst, möchte Vera es in Zukunft nicht mehr mit in die Schule bringen. Schließlich fahre es sich auf dem Roller von Engter nach Osnabrück auch nicht so leicht, wenn einem ständig ein flauschiges Wesen durch den Pullover husche . . .
Wie lange sie sich zu Hause noch um René kümmern werde, müsse man sehen, sagt Vera. Erst mal sei es ihr wichtig, dass sich das Tier richtig entwickelt und selbstständig wird. Dafür stehe sie nachts auch gern alle drei Stunden auf, um es mit der Flasche zu füttern.
Laut Literatur könne man Eichhörnchen zwar ab der zwölften Woche auswildern, doch so weit möchte sie jetzt noch nicht denken, sagt Vera: " Man muss gucken, wie stark sich das Tier bisdahin an die Menschen gewöhnt hat."
Bildtext: Eichhörnchen René fühlt sich bei Vera Tschaikowski sichtlich wohl. Foto: Stefanie Hiekmann
Autor:
hiek


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