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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alles vor der grünen Wand
Zwischenüberschrift:
So funktioniert ein TV-Studio
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " MAZ ab", diese magische Formel aus dem Fernsehstudio hat schon lange ausgedient. Denn Bild und Ton auf Magnetbändern gibt es nicht mehr. Heute ist auch im TV alles digital. Und deshalb stehen bei os1.tv zwei Server im Keller. Und darauf wird alles gespeichert: Töne, Bilder und Grafiken.
Thomas Sperschneider ist der Mann, der die Töne, Bilder und Grafiken dann wieder zu einem fertigen Filmbeitrag zusammenfügt. Sein Reich sind das Studio und der Regieraum gleich nebenan. Alles zusammengenommen vielleicht nur 60 Quadratmeter, aber vollgestopft mit Technik und Elektronik: " Mal abgesehen von Showproduktionen mit Publikum, können wir alles", sagt der Studioleiter, " denn wir sind ausgestattet wie ein großer Sender nur eine Nummer kleiner."
27 Scheinwerfer hängen unter der Decke und leuchten den Moderatorentisch oder die Couchecke mit den zwei Sesseln aus. Der Moderatorentisch hat die stattliche Größe von einem Meter, acht Zentimetern. Dahinter kann man stehen oder auch auf einer Art Barhocker sitzen. " Eine Moderation im Stehen wirkt immer dynamischer", sagt Thomas Sperschneider dazu, " wer sitzt, wirkt automatisch etwas gefestigter."
Die drei Stativkameras im Studio werden heutzutage nur noch aus aus dem Regieraum ferngesteuert. Auf der anderen Seite des Studios steht eine große grüne Wand, von den Fernsehleuten" Greenbox" genannt. Und dahinter verbirgt sich das größte Geheimnis der Fernsehtechnik überhaupt: die grüne Farbe aus dem Bild ausblenden zu können und stattdessen jedes andere Bild oder eine Grafik einzublenden.
Wenn also die Wetterfee Claudia Kleinert nach den Tagesthemen mit weit ausholenden Armbewegungen das Hereinziehen eines Tiefdruckgebietes von der Nordsee bis nach Süddeutschland erklärt, greift sie in Wahrheit ins Leere auf einer großen grünen Wand. Die Tiefdrucksymbole sieht sie nur auf dem Monitor zu ihren Füßen.
Und zusammengefügt werden die Bilder im Regieraum. An der Wand hinter dem Regiepult hängt ein riesiger Flachbildschirm mit einer Diagonale von 1, 37 Metern. Darauf können bis zu zehn Bilder erscheinen für die Studiokameras, Filmeinspieler, Grafiken, den Teleprompter und das Ausgangssignal.
Davor gibt es drei Arbeitsplätze: für Ton, Licht und Bildregie. In der Mitte sitzt der Studioleiter Thomas Sperschneider am Bildmischer. Er schneidet die verschiedenen Bilder zusammen, ohne Drehbuch zwar, aber doch nach einem Konzept, das er sich vorher überlegt hat. " Man braucht Rhythmusgefühl", sagt er dazu, " und ein Gefühl dafür, was der Zuschauer im nächsten Moment sehen will."

Bildtext: Am Regiepult: Tobias Saalschmidt, Thomas Sperschneider und Alina Wegner (von links) fügen Bilder und Töne aus dem Studio zu einem TV-Beitrag zusammen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
fhv


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