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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vorsicht Wildwechsel
Zwischenüberschrift:
Wildunfälle – Wie verhalte ich mich richtig?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Bissendorf. Nicht mehr rechtzeitig bremsen können, wenn nachts plötzlich ein Reh im Scheinwerferkegel auftaucht das passiert mehr Autofahrern als allgemein angenommen. Momentan ist wieder besondere Vorsicht geboten.
An der Bad Essener Straße zwischen Schledehausen und Mönkehöfen zum Beispiel stehen noch die Schilder, die vor Wildwechsel warnen. Die Jägerschaft musste hier pro Jahr dennoch zehnmal Fallwild beseitigten. Die Anwohner und Jäger wollen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde für den gesamtem Waldabschnitt.
Doch dies ist nur einer von vielen Unfallschwerpunkten im Landkreis. Im Jagdjahr 2007/ 08 gab es insgesamt 2538 Fälle mit verendeten Rehen, Damwild oder Schwarzwild sowie 3122 Fälle mit Niederwild, zum Beispiel Hasen, Kaninchen, Dachse, Füchse oder Marder. Die Unfallstatistik im Landkreis Osnabrück weist für 2008 allerdings nur 1248 Pkw-Unfälle durch Wild aus immerhin noch gut 20 Prozent des gesamten Unfallvorkommens.
" Selbstverständlich ommt nicht jedes Fallwild durch den Straßenverkehr zu Tode, aber viele Leute melden einen Wildunfall auch nicht, wenn am Wagen kein Schaden entstanden ist", beklagt sich Jäger Matthias Brand.
Der Landkreis hat bereits im August dieses Jahres reagiert und bewusst an den Unfallschwerpunkten die Warnschilder entfernt. So werde die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöht. Die Schilder hätten bei vielen Autofahrern zu der falschen Annahme geführt, nur wo eine Warnung steht, da bestehe auch Gefahr. " Aber Wildwechsel gibt es ja nicht nur dort", so Bissendorfs Ortsvorsteher Ulrich Wienke.
Dabei lassen sich Wildunfälle vermeiden. Eine Seite ist die Prävention durch die Jäger. Diese erfüllen mit ihrem Abschuss eine wichtige Funktion, indem sie die Wildbestände unter Kontrolle halten. Wenn möglich, soll dies besonders in Straßennähe geschehen.
Zudem wurden an manchen Stellen im Landkreis Reflektoren an den Leitpfosten installiert, die das Licht in den Wald abstrahlen. Dies soll einerseits Wild warnen, aber auch die Aufmerksamkeit der Autofahrer an den Straßenrand lenken.Denn das Wild rennt in den meisten Fällen nicht aus dem Wald auf die Straße, wie oft fälschlicherweise angenommen, sondern grast an der Seite und wird erst durch den herannahenden Pkw aufgeschreckt.
Dabei wird den Tieren zum Verhängnis, dass sie das weit entfernte Licht zunächst nicht als Bedrohung sehen. " Sie können die hohe Geschwindigkeit nicht einschätzen und flüchten daher oft zu spät", erläutert Brand. Aber warum gibt es dann zwischen September und November besonders viele Wildunfälle? Es liegt an den Tagesabläufen von Mensch und Tier. Die Tiere haben auf den Wiesen und Lichtungen tagsüber wenig Schutz und ziehen sich in den Wald zurück. In der Dämmerung sind sie dann auf Futtersuche. Diese Zeit fällt damit im Herbst in die Stunden zwischen 6 und 8 Uhr morgens beziehungsweise 17 und 19 Uhr abends in den Berufsverkehr.
" Wenn es im Sommer um fünf Uhr hell wird, ist das Wild auch unterwegs, aber eben kaum ein Autofahrer", verrät Brand. Wenn man Wild sieht, sollte man nie ausweichen, lieber das Lenkrad festhalten und geradeaus weiterfahren. " Etwa zwei Drittel aller Baumunfälle gehen auf Wild zurück", meint Wienke. Sein Rat: Nachts wenn möglich mit Fernlicht fahren. Bei Wild auf der Straße Abblendlicht, bremsen und hupen.

Bildtext: Das Wild erkennt die Gefahr nicht rechtzeitig. Daher sollten Autofahrer entsprechend vorsichtig fahren. Foto: Archiv
Autor:
cwo


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