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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Moderne Züge in Fünfzigerjahre-Kulisse
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Eisenbahnfreunde mit Ausstellung im Franziskanerkloster
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 50 Züge, 250 Meter Gleis, 5000 Modellbäume und 2500 Besucher. Zum 16. Mal stellten die Eisenbahnfreunde Osnabrück am Wochenende ihre gigantische Modellbauanlage im Gebäude der Wärmestube des Franziskanerklosters aus. Sämtliche Einnahmen durch Eintritt und Tombola kommen Hilfebedürftigen zugute.
Acht Jahre haben die zehn Mitglieder der Osnabrücker Eisenbahnfreunde an ihrer zweiten, 200 Quadratmeter großen Anlage gebaut. Aber noch nicht alle Teile der Landschaft sind vollständig modelliert. " Wir stellen trotzdem alles aus. Die Besucher sind besonders daran interessiert, wie der Bau abläuft und welche Technik unter den Schienen steckt", sagt Jürgen Wiethäuper, erster Vorsitzender der Eisenbahnfreunde. Außerdem habe man in den vereinseigenen Räumen nicht die Möglichkeit, die Anlage komplett aufzustellen. " Da lagern und bauen wir, die ganze Pracht ist dann auf Ausstellungen zu sehen", erzählt Wiethäuper.
Die vielen Zuschauer staunten über die Detailverliebtheit, mit der die Bastler ihr Areal erschaffen haben, das einer typischen Weinberglandschaft nachempfunden ist. " Zeitlich befindet sich die Strecke bis zum kleinsten Detail in den 1950er-Jahren, aber mit den Fahrzeugen haben wir etwas Stilbruch betrieben", sagt der Klub-Vorsitzende und lacht. So sahen die vielen erstaunten Kinderaugen den ICE oder die Nordwestbahn an einer BMW Isetta vorbeifahren oder an Bahnhöfen mit zeitgenössischen Werbebanden halten. Opas, die eine marschierende Pfadfinder-Gruppe beobachteten, oder Omas, die sich im Petticoat vor einem Festzelt wiedererkannten, fühlten sich an ihre Jugend erinnert. Wer Glück hatte, konnte durch ein Los bei der Tombola selbst einen Modellbausatz mit nach Hause nehmen.
Mit ihrer Szenerie wollen die Modellbauer Geschichten erzählen. Sie kaufen nicht nur einfach Modellbausätze, sondern bearbeiten sie so lange, bis alles stimmig ist. Dem Bürgermeister wird dabei kurzerhand mit einer winzigen Leuchtdiode eine Zigarre angeklebt, ein millimeterkurzes Pinselhaar simuliert den Wasserstrahl eines Waschbeckens. " Aus vier Bausätzen für Hotels haben wir unser Kloster gebaut. Und damit alles lebt, haben wir davor die Szene einer Glockenweihe modelliert", zählt Wiethäuper auf.
Auffällig oft sieht man auf der Anlage eine Gruppe von drei Ordensschwestern ein Dank an das Franziskaner-Kloster, das auch Schwester Antoinette, Leiterin der Wärmestube, zu schätzen weiß: " Wenn hier aufgebaut wird, schaue ich immer ganz gespannt zu. Die Technik fasziniert mich richtig." Sie sei außerdem sehr dankbar, dass der Orden durch die Ausstellung Spenden erhalte, die für den Erhalt der Wärmestube dringend benötigt würden. In 15 Jahren sind dank der Eisenbahnfreunde rund 75 000 Euro zusammengekommen, die dazu beigetragen haben, dass in der Wärmestube täglich bis zu 60 mittellose Menschen warme Mahlzeiten bekommen.

Bildtext: Bahn frei für die Nordwestbahn! Angesichts der vielen Details auf der Anlage staunen nicht nur die Brüder Finn-Luis (5, links) und Luk-Mattis (4) und ihr Freund Morten (5, Mitte), sondern auch Mama Brigitta und Papa Christoph. Foto: Jörn Martens
Autor:
chh


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