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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Schönheitskur für die Justiz
Zwischenüberschrift:
OB Pistorius informiert sich über die Sanierung der Gerichtsgebäude
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Bürohochhaus des Osnabrücker Justizzentrums ist ein schmutzig-grauer Klotz, der bei einer Wahl zum hässlichsten Gebäude der Stadt sicherlich Chancen auf eine Spitzenplatzierung hätte. Doch nun wird alles anders. Seit rund zehn Tagen ist das Gebäude am Kollegienwall eingerüstet. Wenn es voraussichtlich im März 2011 wieder enthüllt wird, soll sich die Frühlingssonne auf der neu gestalteten Fassade in gelben, grünen und blauen Glaselementen spiegeln.
Nicht nur das zum Gebäudekomplex des Amtsgerichts zählende Hochhaus wird mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II renoviert. Auch das benachbarte Landgerichtsgebäude am Neumarkt wird derzeit von Gerüstplanen bedeckt das Dach wird saniert und die Fassade gereinigt.
Gestern informierte sich Oberbürgermeister Boris Pistorius bei den Präsidenten des Landgerichts und des Amtsgerichts, Antonius Fahnemann und Gerfried Große Extermöring, über den Fortgang der Arbeiten. Insgesamt 5 Millionen Euro fließen in die Baumaßnahmen, wobei rund 3, 5 Millionen für das Amts- und rund 1, 5 Millionen für das Landgerichtsgebäude verwendet werden – " endlich", wie der Oberbürgermeister betonte, " die beiden Gerichtsgebäude sind seit Langem bedürftig".
Bei den Sanierungen spielt nicht nur die Optik eine Rolle, sondern vor allem der Brandschutz und die Wärmedämmung. Pistorius selbst hat es als Jura-Student erlebt, wie im Gerichtsgebäude im Winter die Heizkörper auf Hochtouren liefen, während es im Sommer viel zu heiß war. " An Luftholen war nicht zu denken", erinnerte er sich.
Davon kann auch Gerichtspräsident Große Extermöring ein Liedchen singen: Während der warmen Jahreszeit muss er in seinem Büro im fünften Stock bereits um 9 Uhr morgens kuschelige 30 Grad Celsius ertragen und im Laufe des Tages klettert die Temperatur unerbittlich weiter.
Bei allem Mitleid mit schwitzenden oder frierenden Richter steht für den Oberbürgermeister allerdings das Erscheinungsbild der beiden Justizgebäude im Mittelpunkt. Vor allem das Landgericht habe im Stadtbild eine wichtige Funktion, betonte Pistorius.
Bei den Verhandlungen zur Umgestaltung des Neumarktes seien Politik und Verwaltung " auf der Zielgeraden", sagte der Oberbürgermeister. Auch der Hausherr des Landgerichts freut sich bereits auf das neue Gesicht von Osnabrücks zentralem Platz. Endlich werde " die Schrottarchitektur der Sechzigerjahre" vor der Gerichtstür verschwinden und den Blick auf das historische Gebäude freigeben, sagte Fahnemann im Hinblick auf die geplante Verlagerung der Bushaltestellen zum ehemaligen Wöhrl-Gebäude.

Bildtext: Das Dach des Landgerichtsgebäudes am Neumarkt wird derzeit ebenso saniert wie das Bürohochhaus der Justiz am Kollegienwall (im Hintergrund). Oberbürgermeister Boris Pistorius, Amtsgerichtspräsident Gerfried Große Extermöring und sein Amtskollege vom Landgericht, Antonius Fahnemann (von links), verschafften sich gestern auf dem Baugerüst einen Überblick. Foto: Jörn Martens

So soll das Hochhaus des Gerichtskomplexes künftig aussehen: hell und farbenfroh statt grau und trist.
Autor:
ack


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