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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kinder gestalten Haltestellenschilder
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke zeichnen "Walking Bus"-Linie aus – Lob von der Familienministerin
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke zeichnete gestern Morgen eine bewährte Buslinie aus: Für den Walking Bus von Grundschülern und Senioren spendierte er Preise und Haltestellenschilder.
Gleich zwölf der Stopp-Embleme überlassen die Stadtwerke dem " Konkurrenzbetrieb" in Voxtrup. Die Schilder sind demnächst mit Bildern der Kinder zusehen, die von ihnen in einem Wettbewerb gemalt wurden. Die drei ersten Preise überreichte André Kränzke von den Stadtwerken. Ausgerechnet die Kleinsten machten den ersten Platz und gewannen eine Klassenfahrt.
Seit zwei Jahren ist der Walking Bus (deutsch: Gehender Bus) im Stadtteil auf vier " Linien" unterwegs. Das Normale: Die Schüler sind die Fahrgäste. Das Besondere: Senioren und einige Eltern fungieren als gehende Busfahrer.
Christoph Kellersmann und Hans-Dieter Gawrych haben das aus England stammende Modell nach Voxtrup importiert. Mit dem Walking Bus gelangen die Schüler der Grundschule Voxtrup morgens sicher und in Begleitung zur Schule. " Wir fanden die Verbindung von Senioren und Kindern reizvoll", blicken Sportstudio-Besitzer Gawrych und Allgemeinmediziner Kellersmann zurück. Die beiden haben in ihrem Arbeitsalltag mit älteren Menschen zu tun, die durch Bewegung fit bleiben wollen und sollen. " Mit Eltern hat die Initiative nicht funktioniert, aber mit den ehrenamtlich tätigen Senioren klappt das wunderbar", sagt Gawrych.
Mittlerweile begleiten rund 50 von ihnen den " Bus" zu Fuß. Pro Wegstrecke " fahren" jeweils zwei mit Warnwesten und Kellen ausgestattete Senioren mit. Jedes Paar übernimmt dabei einen bestimmten Tag in der Woche. In einem Radius von zwei Kilometern um die Schule sammeln sie die Kinder unterwegs an zwölf vereinbarten Haltestellen im Stadtteil ein. " Ich finde es gut, dass wir rauskommen", meint Monika Lutter. Und ihr Mann Endrick fügt hinzu: " Wir würden das auch machen, wenn unsere Enkel nicht dabei wären."
Als Unterstützer der Initiative haben Kellersmann und Gawrych die TÜV-Verkehrswacht, als Förderer die BKK und die Stadtwerke gewinnen können. Während der TÜV die Schulung der Senioren übernahm, sponserten Krankenkasse und der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Westen und Signalkellen.
Anerkennung fand der Walking Bus auch bei Familienministerin Ursula von der Leyen. Sie schrieb den Teilnehmern jetzt zur offiziellen Einweihung der Haltestellen. " Der Walking Bus ist eine großartige Idee", lobte von der Leyen, " Die Kinder lernen das Verhalten im Verkehr. Aber sie lassen sich nicht chauffieren, sondern werden selbst aktiv." Dies trage dazu bei, dass Deutschland ein Stück kinderfreundlicher wird. Ihre Anerkennung gelte den Initiatoren und den Eltern und Großeltern, die den Walking Bus jeden Tag sicher durch den Verkehr führen, teilte sie mit.

Bildtext: Die Kleinsten machten den ersten Platz bei einem Wettbewerb der Stadtwerke. Stolz präsentieren die Fahrgäste des Walking Bus ihre Bilder und die Urkunde, die ihnen André Kränzke von den Stadtwerken überreichte. Foto: Stadtwerke
Autor:
steb


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