User Online: 1 | Timeout: 04:42Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hinein in eine neue Spielplatzwelt
Zwischenüberschrift:
Konzept für die ganze Stadt jetzt in der politischen Diskussion
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Osnabrück braucht nicht mehr Spielplätze, sondern bessere. Das ist eine Erkenntnis aus der Vorbereitung des Spielplatzkonzeptes für die Stadt. Heute wird die Vorarbeit des städtischen Fachbereichs Umwelt dem Jugendhilfeausschuss um 17 Uhr im Stadthaus in öffentlicher Sitzung vorgestellt.
Ausgangspunkt des Projektes war ein Vergleich mit anderen Städten. Oldenburg zum Beispiel hat insgesamt weniger Spielplätze als Osnabrück. Dafür aber schönere und größere. Und die werden nach Aussage der zuständigen Oldenburger Verwaltungsleute sehr gut angenommen. Das berichtete Tobias Langer im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss. Bei dem Landschaftsarchitekten aus dem städtischen Fachbereich Umwelt laufen derzeit die Fäden für die Erarbeitung eines Spielplatzkonzeptes zusammen.
Die mindestens 10 000 Quadratmeter großen sogenannten Stadtteilspielplätze bieten genügend Raum, dass sich kleine und große Kinder, Jugendliche oder sogar Erwachsene mit ihren zum Teil unterschiedlichen Ansprüchen an Spielplätze und ihrem Nutzungsverhalten nicht ins Gehege kommen.
In Osnabrück ist die Lage derzeit noch anders. Die Zahl der Spielplätze ist höher als in Oldenburg. Aber die Plätze sind viel kleiner und zum Teil mit veralteten und nur wenigen Geräten ausgestattet. Eine weitere Erkenntnis: Spiel oder Bewegungsmöglichkeiten für Jugendliche gibt es deutlich weniger, und wenn, dann stärker an männlichen Interessen orientiert.
Einige Plätze, das ergab jetzt die Bestandsaufnahme, liegen in Wohngebieten, in denen inzwischen die Kinder, die diese Art von Spielplätzen nutzen würden, gar nicht mehr wohnen. Ursache für die Spielplatzversorgung nach dem Gießkannenprinzip ist das Spielplatzgesetz des Landes Niedersachsen, das bei der Errichtung neuer Wohngebiete automatisch Spielplätze vorschrieb. Das Gesetz ist inzwischen weggefallen. Die Stadt kann und muss nun auch ihre eigenen Spielplatzstandards festlegen. Wie die aussehen könnten, hat die Verwaltung jetzt vorgeschlagen.
Denn neben der Bestandsaufnahme gibt es auch Vorschläge, die jetzt in den Fraktionen diskutiert werden. Einige der nicht mehr genutzten Standardspielplätze könnten zum Beispiel geschlossen, die Flächen vielleicht sogar verkauft werden. Mit den eingesparten Pflegekosten und möglichen Verkaufserlösen ließen sich neue Spielplätze finanzieren.
An den Bau von Großspielplätzen wagt sich die Politik derzeit aber noch nicht ran. Vorläufiger Verzicht ist beantragt. Mit 145 000 Euro, zum Teil Mittel aus dem Konjunkturpaket II, soll zunächst die Anschubfinanzierung erfolgen.

Bildtext: Gehobenen Ansprüchen wird der Spielplatz an der Anna-Gastvogel-Straße gerecht. Der neue Platz bietet auf viel Fläche einiges für kleine und größere Kinder. Fitte Großeltern könnten ihn auch als Mehrgenerationenspielplatz sehen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
swa


Anfang der Liste Ende der Liste