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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Start mit 56 000 neuen Tonnen
Zwischenüberschrift:
Regos übernimmt ab Januar Entsorgung des Verpackungsmülls
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Unter ihrer Regie soll fast alles besser werden bei der Entsorgung des Verpackungsmülls ab Januar: Erster Kreisrat Reinhold Kassing (von links), Awigo-Chef Christian Niehaves sowie Holtmeyer-Chef Helmar Falk und Holtmeyer-Betriebsleiter Ralf Tuminski. Fotos: Landkreis
Neuer Name neue Fahrzeuge: So ähnlich wie auf diesem Computer-Entwurf werden die Lkw der REGOS aussehen, die im kommenden Jahr die gelben Säcke abholen und die schwarzen Tonnen mit gelben Deckeln leeren sollen.
Von Franz-Josef Raders Osnabrück. Jetzt gibt es doch den großen Mülltonnentausch zum Jahreswechsel: Die Firma Alba hat sich mit dem neuen Entsorger für den Verpackungsmüll nicht auf einen Preis für die gebrauchten Behälter im Landkreis Osnabrück einigen können, sodass rund 56 000 alte Tonnen abgeholt und dann ebenso viele nagelneue schwarze Behälter mit gelben Deckeln ausgeliefert werden müssen.
Von Franz-Josef Raders
Osnabrück. Die Alba-Nachfolger haben sich gestern erstmals öffentlich vorgestellt: Die Regos (Regionale Entsorgungsgesellschaft Osnabrücker Land) ist ein Zusammenschluss aus der Awigo (Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises Osnabrück) und der privaten Entsorgungsfirma " Holtmeyer Städtereinigung" aus GMHütte und wird den Verpackungsmüll im Auftrag der DSD (Duales System Deutschland) für zunächst drei Jahre entsorgen.
Unter der Regie der Regos soll fast alles besser werden. Das sicherten gestern der Erste Kreisrat Reinhold Kassing, Awigo-Chef Christian Niehaves sowie Holtmeyer-Chef Helmar Falk und Holtmeyer-Betriebsleiter Ralf Tuminski zu. Die Partnerschaft zwischen der Tochtergesellschaft des Kreises und dem privaten Müllentsorger wird nach Kassings Worten " immer wieder neu die Balance finden zwischen Bürgerorientierung und Wirtschaftlichkeit".
Einzelheiten, wie die neue Allianz den Zuschlag bei der Neuausschreibung für die Entsorgung des wiederverwertbaren Abfalls mit dem grünen Punkt bekommen hat, wollte die Führungsriege gestern nicht bekannt geben. Auch Angaben zu den Löhnen der insgesamt gut 20 Mitarbeiter wurden nicht gemacht. Die Beschäftigten würden aber höher bezahlt, als es der gesetzliche Mindestlohn für diese Branche vorschreibe, hieß es. Seit dem 1. Mai haben Müllmänner Anspruch auf minimal 8, 02 Euro Stundenlohn.
An der Firma Alba, die noch bis Ende dieses Jahres für die gelben Säcke und Tonnen zuständig ist, ließen die Nachfolger gestern kaum ein gutes Haar. Auch die Verhandlungen für die Übernahme der gebrauchten Tonnen und Container seien bis zuletztäußerst unbefriedigend verlaufen. Für die Behälter und die größeren Container, die Alba selbst vor rund drei Jahren von Holtmeyer übernommen habe, verlange das Unternehmen mittlerweile den doppelten Preis beim Wiederverkauf an die Regos, entrüstete sich Helmar Falk. Der Holtmeyer-Chef vermutet, das hier " im Nachhinein nachgekartet wird".
Andererseits sind die neuen Entsorgungspartner von dieser Situation offenbar nicht völlig überrascht worden. In der Kalkulation für die ersten drei Jahre ist die Neuanschaffung von Tonnen und Containern nämlich enthalten. Allein für die rund 56 000 einfachen schwarzen Behälter mit gelben Deckeln wird mit Kosten zwischen 1, 4 und knapp 1, 7 Millionen Euro gerechnet. Das reicht für etwa 60 Prozent der Haushalte im Landkreis Osnabrück. Die restlichen 40 Prozent wollen auf eine Tonne lieber verzichten und bevorzugen aus unterschiedlichen Gründen gelbe Säcke.
Bei der künftigen Verteilung dieser Plastiksäcke wird die Regos nach Angaben ihrer beiden gleichberechtigten Geschäftsführer Christian Niehaves und Ralf Tuminski das Postkartensystem der Firma Alba übernehmen. Die Bezugskarten werden demnächst mit dem Abfallkalender der Awigo verschickt. Die kostenlose und unkontrollierte Verteilung der gelben Säcke in Geschäften, wie sie früher einmal üblich war, wird es also auch unter neuer Regie nicht wieder geben.
Fühlbar verbessert werden soll die Qualität der durchsichtigen gelblich eingefärbten Säcke. Sie werden wieder von einem Unternehmen aus dem Landkreis Osnabrück hergestellt und deutlich strapazierfähiger sein, kündigte Reinhold Kassing an.
Komplett neu angeschafft werden von der Regos insgesamt elf Fahrzeuge. Die Lastwagen werden relativ wenig Kraftstoff verbrauchen, weil wegen des leichten Verpackungsmülls auch eine vergleichsweise leichte Bauweise ausreichend ist.


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