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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Schinkelbad wird erweitert
Zwischenüberschrift:
Letzte Ausbaustufe zum Gesundheitsbad – Schwimmhalle bleibt unverändert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Ausbau des 33 Jahre alten Schinkelbades zu einem senioren- und behindertengerechten Gesundheitsbad geht in die letzte Runde. Die Arbeiten für einen Anbau im Südwesten des Gebäudekomplexes haben begonnen. Darin befinden sich künftig das beliebte Warmbad und ein neues Solebecken mit Massagedüsen.
Die Schwimmhalle mit Sprungbecken und 25-Meter-Bahn bleibt unverändert. Anstelle des jetzigen Warmwasserbeckens sollen großzügige Umkleiden und Duschen für den neuen Gesundheitstrakt entstehen. Ein Außenbecken ist nicht mehr vorgesehen. Die ursprünglichen Freibadpläne sind damit offenbar endgültig vom Tisch. Das Fünf-Millionen-Euro-Projekt soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Details der Planungen werden am kommenden Dienstag beim offiziellen ersten Spatenstich mit Oberbürgermeister Boris Pistorius und Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann vorgestellt.
Mit der letzten Ausbaustufe des Schinkelbades wird auch das letzte Ziel des Bäderkonzeptes aus den Neunzigerjahren verwirklicht. " Aus sieben mach drei", lautete damals das Motto. Vier der Osnabrücker Bäder wurden geschlossen (das Freibad Wellmannsbrücke, das Hallenbad Gretesch, das Pottgrabenbad und schließlich das Niedersachsenbad), drei Standorte blieben erhalten. Das im März 2005 neu eröffnete und besucherstarke Nettebad ist das Sport-, Freizeit- und Wellnessbad der Stadt. Das Moskaubad an der Limberger Straße ist schwerpunktmäßig Freibad mit angegliederter Schwimmhalle. Das Schinkelbad schließlich soll nach einem Ratsbeschluss vom Dezember 1999 zu einem Gesundheitsbad entwickelt werden. Lange war allerdings unklar, wie das vonstatten gehen soll. Noch vor acht Jahren gab es Entwürfe, die auf dem insgesamt 25 000 Quadratmeter großen Gelände ein Freibad und sogar eine Außensauna vorsahen. Inzwischen haben sich die Verantwortlichen von diesen Plänen verabschiedet nicht zuletzt deshalb, weil mit der Wohnbebauung in unmittelbarer Nachbarschaft Freibadlärm wohl nicht in Einklang zu bringen wäre.
Die Stadtwerke, denen seit 2003 die Osnabrücker Bäder gehören, haben sich stattdessen entschlossen, einen Teil der früher als Liegewiese gedachten Freifläche zu veräußern. Gut 10 000 Quadratmeter stehen nun als Bauland zur Verfügung. Mit dem Verkaufserlös soll ein Teil der Investitionen am Schinkelbad finanziert werden.
Ein Etappenziel in Richtung Gesundheitsbad wurde bereits 2004 erreicht. Das Obergeschoss (vormals Gaststätte des Schinkelbades) wurde zu einem Therapiezentrum ausgebaut, das inzwischen unter dem Namen " reha aktiv-os" firmiert. Angeboten wird die ganze Palette physiotherapeutischer Leistungen Krankengymnastik und Massagen ebenso wie Ergotherapie und Fitnesstraining. Es gibt eine enge Verzahnung mit dem begehrten Kursangebot des Schinkelbades. Auch Sportvereine nutzen die Räume des Therapiezentrums.
Das Warmwasserbecken mit Hubboden habe den Standort des Schinkelbades über alle Jahre gesichert, ist Roland Kettler, Leiter der Bäderabteilung bei den Stadtwerken, rückblickend überzeugt. Die Entwicklung zum Gesundheitsbad sei die logische Konsequenz daraus. Das Schinkelbad behalte selbstverständlich eine wichtige Funktion für den Schul- und Vereinssport.
Als Einrichtung der Daseinsvorsorge für den nordöstlichen Teil von Osnabrück war das Hallengartenbad im Stadtteil Schinkel am 17. Juni 1976 an den Start gegangen. Es war in etwa baugleich mit dem Nettebad, das damals seit drei Jahren in Betrieb war. Während der Bauzeit gab es eine Änderung, die beide Bäder voneinander unterschied. Eigentlich war wie in Haste ein Flachdach vorgesehen. Nach Südosten wurde es dann um ein Satteldach erweitert, damit die Kunstspringer vom Drei-Meter-Brett mehr Platz nach oben hatten. Mit einem Kopfsprung aus luftiger Höhe eröffneten der damalige Oberstadtdirektor Raimund Wimmer und Oberbürgermeister Ernst Weber beim Festakt vor 33 Jahren das Schinkelbad.

Bildtext: Hier entsteht am Schinkelbad der neue Anbau: Bis Ende 2010 soll der Gebäudetrakt mit Warmbad und Solebecken fertig sein. Die Arbeiten haben begonnen. Foto: Klaus Lindemann

Mit gewagten " Köppern" sprangen am 17. Juni 1976 während der offiziellen Eröffnung des Schinkelbades der damalige Oberstadtdirektor Raimund Wimmer (links) und Oberbürgermeister Ernst Weber ins Wasser. Foto: Archiv/ Fender
Autor:
Holger Jansing


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