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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Solarpreis für Idee aus Osnabrück
 
Preis für Osnabrücker Solar-Projekt
Zwischenüberschrift:
Sun Area ausgezeichnet – Stadtwerke betreiben große Solaranlage im Allgäu
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Das in Osnabrück entwickelte Projekt Sun Area ist am Samstag in Karlsruhe mit dem Deutschen Solarpreis 2009 ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung erhielt Prof. Dr. Martina Klärle, die die Idee an der Fachhochschule Osnabrück entwickelte und zur Marktreife brachte. Osnabrück war die erste Stadt, die Sun Area anwandte. Dabei werden anhand von Luftbildern alle Dächer untersucht, ob sie für Sonnenenergieanlagen geeignet wären. Berechnet werden die Ausrichtung der Häuser, Dachneigung, Schattenwurf, Investitionsaufwand und die CO2 - Ersparnis. Sun Area hat nach dem Start in Osnabrück Schule gemacht: Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Hessen wenden das Verfahren flächendeckend an.

Osnabrück. Osnabrück setzt in der Energiepolitik Maßstäbe: In Karlsruhe ist am Samstag das Osnabrücker Projekt Sun Area mit dem Deutschen Solarpreis 2009 ausgezeichnet worden. Gleichzeitig kündigten die Stadtwerke an, in Baden-Württemberg eine riesige Solaranlage zu betreiben.
Deutscher Solarpreis: Eurosolar, die europaweite Vereinigung für regenerative Energien, würdigt mit dem Deutschen Solarpreis das Forschungsprojekt Sun Area in der Kategorie Bildung und Ausbildung. Den Preis erhält die Erfinderin Prof. Dr. Martina Klärle, die Sun Area an der Fachhochschule Osnabrück entwickelte. Sie lehrt inzwischen an der Uni Frankfurt. Osnabrück darf sich von dem Preis eine große Scheibe abschneiden, weil das System zur Erfassung geeigneter Dächer hier erstmals angewandt wurde. Buchautor und Friedensaktivist Franz Alt lobte bei der Verleihung in Karlsruhe das " visionäre Denken" in Osnabrück. Auch der Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hermann Scheer, würdigte das Engagement der Stadt Osnabrück. Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt, nahm die Ehrung in Karlsruhe entgegen.
Sun Area ist eine Methode zur Ermittlung aller Dächer und Flächen, die als Standorte für Fotovoltaik- oder thermische Solaranlagen in- frage kommen. Dazu werden superscharfe Luftbilder ausgewertet. Dachneigung, Ausrichtung der Häuser und Schattenwurf werden analysiert und für jede Teilfläche eines Daches die solare Eignung, der potenzielle Stromertrag, die CO2 - Einsparung und das Investitionsvolumen berechnet. Die Ergebnisse werden in einer Internetkarte veröffentlicht. Die Stadt Osnabrück bot den Eigentümern mit sehr gut geeigneten Dachflächen zusätzlich ein kostenloses Beratungsgespräch durch externe Fachleute an.

Stadtwerke kooperieren mit Firma im Süden: Die Stadtwerke Osnabrück kooperieren mit der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach im baden-württembergischen Kißlegg. Auf dem großen Dach des Unternehmens wird eine Fotovoltaikanlage mit einer Kapazität von einer Million Kilowattstunden entstehen. Das genügt, um 300 Haushalte mit Strom zu versorgen. 880 Tonnen CO2 werden jährlich eingespart. Diese " auf den ersten Blick ungewöhnliche Partnerschaft" passe haargenau, sagte Stadtwerke-Vorstand Werner Hülsmann. Der Betrieb in Kißlegg habe einen Dienstleister gebraucht, der das Dach für die regenerative Energieerzeugung optimal nutzen könne. Und die Stadtwerke Osnabrück hätten einen Partner mit geeigneten Dachflächen gesucht, um ihre Kompetenz in der Solarnutzung weiter auszubauen.
Die Anlage entsteht im Allgäu, einer der sonnenreichsten Gegenden Deutschlands. Beim Bau und Betrieb arbeiten die Stadtwerke mit dem Osnabrücker Unternehmen Sunos Solarpower zusammen. 5500 Module passen auf das 7200 Quadratmeter große Dach. Die Untergestelle werden zum Teil in Werkstätten der Heilpädagogischen Hilfe in Osnabrück produziert. Die Anlage soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.
Autor:
hin


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