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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Rohstoffe aus alten Solaranlagen
Zwischenüberschrift:
Hellmann und Umweltstiftung entwickeln Entsorgungskonzept
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Immer mehr zapfen die Sonne an. Die Solarenergie erlebteinen Boom wie nie. Aberirgendwann werden die Fotovoltaik-Module alt sein. Wer entsorgt oder verwertet sie dann? Die Firma Hellmann wittert einen großen Markt
" Thinking ahead" vorausdenken steht auf den Lastwagen des weltweit aktiven Logistikers. Die Tochtergesellschaft Hellmann Process Management (HPM) denkt 20 Jahre voraus. Dann nämlich werden die jetzt installierten Solarmodule am Ende sein. Sie wären zu schade für den Müll. Glas, Aluminium oder Silizium ließen sich gewinnen und als Rohstoffe wieder in den Kreislauf bringen. Aber noch gibt es kein Konzept für ein Solarmodul-Recycling.
Hellmann Process Management wird zusammen mit der Technischen Uni Darmstadt und der Kummer Umweltkommunikation GmbH aus Bad Honnef ein Rücknahmesystem entwickeln. In Modellregionen in Süddeutschland wollen die Projektpartner testen, wie die Erfassung, Sammlung, der Transport und die Verwertung verbrauchter Module am wirtschaftlichsten zu handhaben wären. In einem Jahr soll ein tragfähiges Konzept auf dem Tisch liegen, wie HPM-Geschäftsführer André Pohl gestern sagte.
Das Projekt " Resolar" kostet 185 000 Euro. Die Bundesumweltstiftung (DBU) fördert es mit knapp 100 000 Euro. DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde übergab gestern den Bewilligungsbescheid. " Das Thema wird in zehn Jahren eine ungeheure Dynamik entwickeln", sagte Brickwedde.
Heute fallen jährlich 4000 Tonnen Solarmodul-Abfall an. 2020 werden es 35 000 Tonnen sein, 2030 schon 133 000 Tonnen pro Jahr. Der Solarschrott landet heute zum großen Teil auf dem Müll. In Deutschland gibt es zwei Recyclinganlagen für Solarmodule. " Aber es lohnt sich nicht, einen Lastwagen mit Altanlagen durch die halbe Bundesrepublik zu schicken", sagt HPM-Chef Pohl. Wichtig sei eine kluge Logistik, um die sich Hellmann kümmert. Die Recyclingtechnik ist Sache der TU Darmstadt. Die Kummer GmbH soll die Öffentlichkeitsarbeit steuern. Die Entsorgungskosten könnten durch ein Pfandsystem gedeckt werden, sagte Pohl.

Bildtext: In 20 Jahren Jahren sind die heute installierten Solarmodule verbraucht und müssen entsorgt werden. Die Hellmann Process Management entwickelt mithilfe der Umweltstiftung ein Recyclingkonzept. Das Bild zeigt Deutschlands größte Fotovoltaikanlage Lieberose in Brandenburg, die im August in Betrieb ging und 15 000 Haushalte mit Strom versorgen kann. Foto: dpa
Autor:
hin


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