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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fundament für Hase-Nebenarm gelegt
Zwischenüberschrift:
Bodenarbeiten abgeschlossen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In diesen Tagen gehen die Erdarbeiten zu Ende, durch die ein Nebenarm der Hase geschaffen wird. 90 000 Euro kostet das Projekt. Es soll einen Ausgleich zu dem Bau des Südstiegs am Piesberg darstellen.
Ein Ausgleich ist nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz immer dann gefordert, wenn das Landschaftsbild beeinträchtigt wird. Im konkreten Fall verliert ein Feuchtbiotop am Piesberg durch den Bau eines Dammes einen Teil seiner Funktion. Der Damm ist Teil des Südstieges, der den Wanderweg rund um Osnabrücks ehemaligen Müllberg komplettiert. Um den Eingriff am Biotop auszugleichen, hat die Stadt einen Bereich der Hase-Aue an der Römerbrücke in Eversburg als Ausgleichsfläche deklariert.
Eine Münsteraner Firma hob in den letzten vier Wochen eine Verlängerung des bereits bestehenden Hase-Altarms aus. " Die dabei anfallenden 8500 Kubikmeter Erde konnten wir zur Abdeckung der Deponie am Piesberg nutzen", erklärt Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt.
Die Verlängerung, die noch keine Verbindung zum Altarm der Hase erhält, soll ebenfalls später eine Anbindung an den Hauptfluss erfahren. Doch bis dahin fließt noch viel Wasser die Hase hinunter.
Denn der sich schlängelnde, rund 275 Meter lange und 15 Meter breite Nebenarm bedarf besonders in den Uferkurven einer stabilen Befestigung. " Das ist nötig, um die erosionsanfällige Struktur des Sandbodens vor dem Flusswasser zu schützen", erläutert Bauleiter Kay Lorenz.
Von einem Osnabrücker Garten- und Landschaftsbetrieb werden deshalb Schwarzerlen gepflanzt, die zusammen mit der natürlichen Begrünung der Uferböschungen der Mäanderform des Nebenarmes Halt geben. Erst in fünf bis zehn Jahren kann er an die Hase angeschlossen werden. Bis dahin werden Regen oder Überschwemmungen für Wasser im Arm sorgen. " Dadurch entsteht neuer Lebensraum für Fische wie Moderlieschen und Bitterlinge, die in begradigten und schnell fließenden Flüssen nicht vorkommen", weiß Lorenz.
Mit der Kompensationsmaßnahme habe man gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, ergänzt Detlef Gerdts. Die Hase-Aue sei aufgewertet worden, was dem Projekt " Lebendige Hase" zugutekomme. Das gelte auch für den Aktionsplan 2030, der das Landschaftsbild am Piesberg verbessern möchte. Und man setze nebenbei die " EU-Wasserrahmenlinie um, die vorschreibt, dass bis 2015 alle Fließgewässer in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden sollen", so Gerdts.

Bildtext: Die Erdarbeiten an der Römerbrücke in Eversburg werden in diesen Tagen abgeschlossen. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für die Bauarbeiten des Südstieges am Piesberg. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
steb


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