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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die ewige Baustelle der Stadt
Zwischenüberschrift:
Der Neumarkt sollte nach 1945 wieder ein repräsentativer Platz werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es klang vielversprechend: " Der Neumarkt von morgen wird ein ebenso großstädtisches wie repräsentatives Stadtzentrum sein!" So schrieb ein Redakteur des Osnabrücker Tageblatts im Juni 1964. Damals wurde der Platz, der im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden war, neu gestaltet.
Der neue Markt im Gegensatz zum alten Markt am Rathaus war Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, als Osnabrück mit dem Hannoverschen Bahnhof am Wittekindplatz (1855 eröffnet) Anschluss an das Eisenbahnnetz erhalten hatte. Als direkte Verbindung wurde damals die Wittekindstraße angelegt, die in den Neumarkt mündete.
Schnell entwickelte sich der Neumarkt daraufhin zum Zentrum der Stadt: Auf dem ursprünglich rechteckig angelegten Platz boten Marktbeschicker ihre Waren an, Geschäfte hatten sich angesiedelt, es gab Kioske und Bänke für Rast und Plausch.
Der Neue Graben, der im Hintergrund links in Richtung Schloss führt, war bis 1945 wesentlich schmaler. Die Häuser reichten in Verlängerung der Großen Straße weit in den Neumarkt hinein. Erste Pläne zur Umgestaltung entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem weite Teile des Viertels durch Bomben zerstört worden waren. Seine heutige Gestalt bekam er jedoch erst nach 1960.
In dieser Zeit wurde auch das Hochhaus der Landschaftlichen Brandkasse am nordwestlichen Ende des Platzes errichtet. Im November 1960 war es seiner Bestimmung übergeben worden. " Ein Beitrag für den Wiederaufbau der Stadt" schrieb das Osnabrücker Tageblatt damals. Heute hat in dem Gebäude die Deutsche Rentenversicherung Platz gefunden.
Mitte der 60er-Jahre erhielt der Neumarkt eine zweite Ebene: Der Fußgängertunnel wurde geschaffen. Einer der überdachten Eingänge ist in der Mitte der aktuellen Aufnahme zu erkennen.
Zudem wurde für die Fußgänger ein Platz mit Brunnen, Bäumen und Beeten geschaffen dort, wo sich seit den Siebzigerjahren der zentrale Busbahnhof befindet. Es folgten weitere Umbaumaßnahmen.
Doch richtig fertig wird der Platz wohl nie. So wird auch weiterhin über die Gestaltung des Neumarkts diskutiert wie auch über ein Verkehrskonzept.

Bildtext: In den 70er-Jahren sah es am Neumarkt noch ganz anders aus. Doch das Gebäude der Landschaftlichen Brandkasse prägte bereits damals das nordwestliche Ende des Platzes. Die Ansichtskarte stammt aus der Sammlung von Helmut Riecken, Osnabrück.

Grün wirkt der Neumarkt aus dieser Perspektive heute, das Hochhaus ist von Bäumen verborgen. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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