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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Letzte Ruhe auf dem Golfplatz
Zwischenüberschrift:
Heger Friedhof: Offene Tür
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zum Tag der offenen Tür am Heger Friedhof kamen am Samstag trotz des Regenwetters mehr als 1000 Interessierte. Der städtische Eigenbetrieb Grünflächen und Friedhöfe informierte über die Sanierung des Krematoriums. Auf Interesse stießen auch Führungen und Informationen von Kirche und Friedhofsgärtnern.
Neue Grabarten auf dem rund 25 Hektar großen, parkähnlichen Gelände wurden in mehreren Führungen vorgestellt. Die Stadt reagiert dabei auf den zunehmenden Trend der Urnenbestattung. " Manchmal leben die Angehörigen nicht mehr in Osnabrück, manchmal möchte man sich die Grabpflege ersparen", erklärte Peter Haunert die steigende Zahl der Einäscherungen. Der Friedhofsverwalter zeigte bei dem Rundgang die verschiedenen Möglichkeiten einer Urnenbestattung. Ob um einen Baum herum, ob zusammen in einer Gemeinschaftsanlage oder so individuell wie möglich: Für 900 bis 4000 Euro könne mittlerweile zwischen verschiedenen Formen der Urnengrablege gewählt werden.
Auch die katholische Kirche öffnet sich der Realität, dass mehr Menschen die Bestattung im Aschegefäß wählen. Sie informierte über die erste Urnen-Kirche im Stadtteil Schölerberg, die ab dem nächsten Sommer Platz für 1200 Urnen bietet.
Individualität statt Anonymität ist das Motto der Friedhofsgärtner, die den Bestattungen in zumeist pflegefreien Urnengräbern etwas entgegensetzen wollen. So zeigte die Gärtnerei Gust ein Mustergrab, das wie ein Miniatur-Golfplatz aussah. So könnte die letzte Ruhestätte für einen Golfspieler aussehen.
Über Friedhöfe in der Zukunft referierte Anna Steidle in einem Vortrag. Die Münchner Grünflächenmanagerin betonte, dass die meisten Menschen konkrete Orte für ihre Toten haben wollten. Mehr noch: Friedhöfe seien ein wichtiges Kontaktforum. Doch " bei allem Verständnis für die Trauerkultur die heutigen Friedhöfe sind zu groß", meinte Steidle. Dem " intensiven Marketing für die Urnenbestattung" der vergangenen zwei Jahrzehnte müsse nun ein Konzept der Verkleinerung der Friedhöfe folgen.
Die mögliche " Verdichtung und Entwidmung" dürfe jedoch nicht für jene Trauerstätten gelten, die zentral zu den " Wohnstätten der Menschen" lägen, so Steidle.

Bildtext: Über Erdwiesengräber informierte sich diese Besuchergruppe am Tag der offenen Tür. Die Stadt stellt die Grabsteine, sodass Angehörigen nicht pflegen müssen, aber einen Anlaufpunkt haben. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
steb


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