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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kirche war einmal Kulissenlager
Zwischenüberschrift:
Am Rißmüllerplatz: Wartehalle und ein Gasthaus mit Bratwurstbude
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein vielfältiges Panorama bietet der Blick vom Rißmüllerplatz in Richtung Bierstraße. Im Hintergrund ist der Turm von St. Marien zu sehen. Die Ansichtskarte stammt von Helmut Riecken, das aktuelle Foto von Michael Hehmann.
Von Marie-Luise Braun Osnabrück. Über außergewöhnliche Ausstellungsräume verfügt Osnabrück mit der Kunsthalle Dominikanerkirche. Die ehemalige Klosterkirche wurde ab 1964 in ein Ausstellungshaus und Diskussionsforum umgewidmet.
Das gotische Gebäude, links im Bild, hat eine wechselvolle Geschichte. Erbaut wurde die mittelalterliche Klosterkirche im 13. und 14. Jahrhundert. In der Zeit Napoleons (19. Jahrhundert) fiel das Kloster der Säkularisation zum Opfer, und die Kirche diente zunächst als Exerzierhalle und Magazin einer Infanteriekaserne.
Nach dem 2. Weltkrieg lagerte das Theater im Kirchenschiff seine Kulissen. Damals wurde in das Haus ein Zwischenboden eingezogen, wie auf dem Bild aus den 60er-Jahren an den Fenstern im Seitenschiff zu sehen ist.
Erst damals wurde das Bau-Juwel wiederentdeckt, restauriert und zum Ort der Begegnung mit bildender Kunst umgebaut. Vor allem inszenierte, raumbezogene Ausstellungen gehören zum Programm. Derzeit ist hier ein Teil der Ausstellung " Bilderschlachten" zu sehen. Sie bietet anlässlich 2000 Jahren Varus-Schlacht eine Auseinandersetzung zu Technik, Medien und Kunst und ist eine Gemeinschaftsproduktion von Kunsthalle, Museum Industriekultur und Remarque-Friedenszentrum.
In der Mitte der alten Fotografie ist ein kleines einstöckiges Gebäude zu sehen. Durch den Eingang in der Mitte gelangten Gäste in eine Kneipe, hinter dem Fenster links befand sich eine Bratwurstbude. Und rechts neben dem Fenster gab es einenSchaukasten, in dem die Pfadfinder ihre Informationen ausgehängt haben. Auf der linken Seite des kleinen Gasthauses ist das Wartehäuschen einer Bushaltestelle zu sehen. Doch diese beiden Gebäude stehen heute nicht mehr auf dem hier entstandenen " Platz des 20. Juni".
Auch die Verkehrsschilder am rechten Bildrand gibt es nicht mehr. Sie verweisen noch auf den Kreisel, der einst auf dem Rißmüllerplatz den Verkehrsfluss geregelt hat. Und auch auf der Bierstraße hat sich die Verkehrsführung geändert. In den 60er-Jahren war die Straße noch in beiden Richtungen befahrbar. Heute darf sie als unechte Einbahnstraße nur noch von Fahrradfahrern in beiden Richtungen befahren werden.


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