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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Ab jetzt zu viert
Zwischenüberschrift:
Schwester Mariella Ueffing unterstützt Wärmestube
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Viel Neues aus der Wärmestube: Eine vierte Schwester aus Thuine verstärkt seit einigen Wochen das Leitungsteam der Tagesaufenthaltsstelle für Wohnungslose an der Bramscher Straße. Mit der in Salzbergen geborenen Schwester Mariella Ueffing (74), die zuvor an einem Gymnasium in Papenburg für den Orden gearbeitet hat, bringen es die vier Leiterinnen der Wärmestube nun auf insgesamt 288 Jahre eine gute Portion Lebenserfahrung also.
Die Hauptaufgabe von Schwester Mariella ist nach innen gerichtet: Sie ist die geistige Leiterin der Lebensgemeinschaft der vier Schwestern in dem heute als Studentenwohnheim genutzten ehemaligen Kloster an der Bramscher Straße. Die Wärmestube ist eine Außenstelle des Thuiner Franziskanerinnenordens, ihre offizielle Bezeichnung lautet " Schwesternstation St. Elisabeth".
Und wie jede klösterliche Einrichtung hat auch der Schwesternkonvent an der Bramscher Straße eine Vorsteherin. " Ich sorge mich um das Wohl der Schwestern, und in der Wärmestube bin ich das Mädchen für alles", sagt die 74-Jährige, die ebenso wie die anderen Schwestern zuvor in anderen Aufgabenbereichen für den Orden gearbeitet hat und nun in der Wärmestube erstmals Wohnungslosen hilft. " Ich helfe, wo ich gebraucht werde", sagt Schwester Mariella, die kein großes Federlesen darum macht, nun in einem ganz neuen Einsatzfeld ans Werk zu gehen.
Vor ihr war Schwester Clemensa, die im Mai nach Hamburg in eine große Hilfsstelle für Wohnungslose wechselte, in einer Doppelfunktion als Konventsleiterin und Geschäftsführerin der Wärmestube tätig.
Nach ihrem plötzlich angeordneten Umzug rückte die 64-jährige Schwester Antoinette aus dem Taunus auf den Chefsessel in der Hilfsstelle nach, die sich aber " nur" um das Alltagsgeschäft in der Wärmestube kümmert.Die beiden 75-jährigen Schwestern Josefo (Kleiderkammer, Waschküche) und Rudolfinis (Küchenchefin) komplettieren das Team.
Wie ihre Vorgängerinnen hat auch die neue Chefin einige Neuerungen in den Hilfsbetrieb eingebracht: Schwester Antoinette ist Krankenschwester, sie hat einen Behandlungsraum eingerichtet, in dem sie zur Gesundheitsversorgung der Wohnungslosen beizutragen sucht. " Wir machen dort Fußpflege, Verbandswechsel und ein bisschen Gymnastik, was eben so anliegt", so Schwester Antoinette. Eine weitere Ergänzung des medizinischen Angebots entsteht gerade: Das Caritas-Hilfsprojekt " Zahn um Zahn", das die dentale Versorgung von Patienten ohne Krankenversicherung sichert, richtet eine Praxis in dem Gebäude ein, das auch die Wärmestube beherbergt.
Mithilfe eines Gastes der Wärmestube, der den Computer eingerichtet hat, ist im Fernsehzimmer ein frei zugänglicher Internetanschluss hinzugekommen. " Erst einmal machen wir das mit einem Computer. Dieser Gast, der noch bei vielen anderen Aufgaben hilft, betreut das Gerät und zeigt es den anderen Besuchern", lobt Schwester Antoinette.
50 bis 60 Gäste werden zurzeit jeden Tag in der Wärmestube gezählt, im Winter werden es eher mehr werden. Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit laufen auf Hochtouren: " Was noch fehlt, sind Strümpfe und Unterwäsche", meint Schwester Josefo.

Bildtext: Die vier Franziskanerinnen von der Wärmestube: Schwester Mariella, Schwester Rudolfinis, Schwester Antoinette und Schwester Josefo. Foto: privat
Autor:
jel


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