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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Erpressung" im Preispoker um Mülltonnen
Zwischenüberschrift:
Streit zwischen Alba und Nachfolgefirma Regos verschärft sich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Braunschweig/ Georgsmarienhütte. Der Streit zwischen dem Verpackungsmüll-Entsorger Alba und dem Nachfolgeunternehmen Regos spitzt sich weiter zu. Mittlerweile ist im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme gebrauchter Mülltonnen sogar von " Erpressung" die Rede.
Von Franz-Josef Raders
Braunschweig/ Georgsmarienhütte. Direkte Verhandlungen oder Gespräche zwischen der Alba Niedersachsen GmbH mit Sitz in Braunschweig, die noch bis Jahresende für die Entsorgung des wiederverwertbaren Abfalls in gelben Säcken und Tonnen zuständig ist, und der von der Landkreis-Tochtergesellschaft Awigo sowie der GMHütter " Städtereinigung Holtmeyer" gegründeten Regos scheint es nicht mehr zu geben. Unserer Zeitung gegenüber betonte Holtmeyer-Chef Helmar Falk gestern aber noch einmal, dass die regionale Bietergemeinschaft von der Firma Alba in den vergangenen Wochen regelrecht erpresst worden sei. Um den Übergang möglichstreibungslos abzuwickeln, wollte die neu gegründete Regos (Regionale Entsorgungsgesellschaft Osnabrücker Land) rund 56 000 Plastiktonnen und etwa 2600 größere Container von Alba übernehmen. Das sei aber gescheitert, weil die Braunschweiger Gesellschaft mehr Geld für die Behälter verlangt habe, als sie vor drei Jahren für fast dieselben Behälter an die damalige Vorgängerfirma Holtmeyer gezahlt habe. Nach Angaben von Helmar Falk seien rund 750 000 Euro für die Übernahme der Tonnen realistisch gewesen, Alba habe aber 1, 15 Millionen Euro verlangt und später sogar noch mehr. " Man hat uns immer wieder neu erpresst und wollte uns zeitlich unter Druck setzen, sagte der Holtmeyer-Chef, schließlich sei die Frist für die Bestellung neuer Plastiktonnen in der vergangenen Woche nähergerückt, und die Bietergemeinschaft habe die Gespräche mit Alba beendet. Zum Jahreswechsel werden nun rund 56 000 alte Plastiktonnen von Alba abgeholt und mindestens ebenso viele neue von Regos geliefert.
Den Vorwurf angeblich unverschämter Preisforderungen, den auch Georg Schirmbeck als Sprecher der CDU/ FDP/ UWG-Mehrheitsgruppe im Kreistag vor Kurzem erhobenen hatte, wies Alba-Sprecher Heinrich Funk gestern zurück. Der Bietergemeinschaft aus Awigo und Holtmeyer sei ein " äußerst faires und marktwirtschaftliches Angebot" gemacht worden, und Alba sei " stets im Sinne einer bürgerfreundlichen Lösung gesprächsbereit" gewesen. Erstaunt und verwundert reagierte Funk auf die Ankündigung der Nachfolgefirma Regos, das Postkartensystem für die Bestellung gelber Plastiksäcke übernehmen zu wollen. Ende 2008 habe die Awigo das System noch abgelehnt, weil sie mit dieser angeblich " unpopulären Maßnahme nicht in Verbindung gebracht werden wollte".
Nächste Woche will die Osnabrücker Abfallwirtschaftsgesellschaft (OAG) mbH (an der die Firmen Meyer Entsorgung und Städtereinigung Holtmeyer beteiligt sind) ihre Pläne für die Entsorgung des Verpackungsmülls in der Stadt Osnabrück vorstellen.
Autor:
Franz-Josef Raders


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