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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Abreißen, damit es grüner wird
Zwischenüberschrift:
An der Kastanienstraße weichen Britenhäuser einem Grünzug – Fasanenweg bleibt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Als die Briten auszogen, sollten sie noch abgerissen werden, die Mietskasernen am Fasanenweg. Als Baugebiet für neue Einfamilienhäuser war das Gelände am Sonnenhügel schon im Gespräch. Jetzt kommt es anders: der neue Investor will die 42 Wohnungen sanieren. Abbrüche sind nur noch an der Kastanienstraße vorgesehen.
In den dreigeschossigen Häuserblöcken am Fasanenweg wohnten einfache Soldatenfamilien, die meisten von ihnen ohne nennenswerte Kontakte in den Stadtteil. Die Wohnungen galten schon lange als nicht mehr zeitgemäß, vor allem im Hinblick auf Badezimmer und Wärmestandards.
Vor dem Hintergrund, dass durch den Abzug der Briten ein Überangebot an Wohnungen entstehen könnte, liebäugelten die Stadtplaner schon mit dem Abriss. Der Investor, ein Privatmann aus Löningen, witterte jedoch eine andere Chance. Er setzt auf Mieter, die preiswerten Wohnraum suchen.
Für sie baut er neue Bäder, Küchen und Türen ein. Die Außenfassaden werden gedämmt, für Raumwärme und warmes Wasser soll ein moderner Hackschnitzelbrenner sorgen. " So bleiben die Heizkosten niedrig", verspricht der neue Eigentümer, dessen Handwerker schon mit der Sanierung begonnen haben. Zum Jahresende will er die ersten Wohnungen vermieten.
Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, ist keineswegs enttäuscht über die Aktivitäten am Fasanenweg. " Für den Bereich hätten wir uns zwar eine Neuordnung vorstellen können", räumt der Stadtplaner ein. Als es aber konkreter wurde, habe man mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) vereinbart, dass die Bestandserhaltung auch eine Option sei.
Inzwischen hat die Bima knapp 200 der 236 Wohnungen verkauft. Mit der Folge, dass in fast allen ehemaligen Briten-Vierteln die Bauhandwerker arbeiten. Viele Häuser sind sogar inzwischen wieder bewohnt.
In der Dodesheide gibt es aber eine Reihenhauszeile, die nicht für ein zweites Leben vorgesehen ist. Die Hausgruppe an der Kastanienstraße 1, 3, 5, 7 soll abgebrochen werden, weil sie einem Grünen Finger im Weg steht. In Absprache mit der Bima hat die Stadt einen neuen Bebauungsplan aufgestellt, der statt der Häuser eine öffentliche Grünfläche vorsieht.

Bildtext: Wo jetzt noch Häuser stehen, ist eine öffentliche Grünfläche geplant. An der Kastanienstraße sollen diese Reihenhäuser deshalb verschwinden. Foto: Jörn Martens
Bleiben doch stehen: Diese ehemals britischen Häuserblöcke am Fasanenweg werden saniert. Foto: Lahmann-Lammert
Autor:
rll


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