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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hotel mit eigenem Blockheizkraftwerk
Zwischenüberschrift:
CO2 -Ausstoß jährlich um mehr als 100 Tonnen reduziert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Grüner Quader aus Stahl, gedämmt, geschätzte fünf Kubikmeter Raumvolumen: Das Parkhotel hat seit Neuestem ein Blockheizkraftwerk im Keller. " Es ist schön, etwas für die Umwelt zu tun und gleichzeitig die Betriebskosten zu senken", sagt Inhaberin Annette Kloeker.
Ende August wurde die Anlage eingeschaltet und läuft seitdem rund um die Uhr. " Durch das hauseigene Kraftwerk verhindert sie in Zukunft den Ausstoß von über 100 Tonnen des Klimagases CO2 jährlich", erklärt Energieberater Carsten Mücke. Rund die Hälfte des Strombedarfs des Hotels werde nun via Blockheizkraftwerk gedeckt, das entspreche etwa dem Jahresverbrauch von 50 Haushalten.
Die Hotelbetreiberin hat dafür eine Menge Geld in die Hand nehmen müssen. Etwa 80 000 Euro sind nötig, um sich ein solches Kraftwerk mit einer Leistung von 34 Kilowatt in den eigenen Keller zu stellen. Dabei zählt es mit dieser Leistung noch zu den sehr kleinen seiner Gattung. " Aber", sagt Energieberater Mücke aus Osnabrück, " der Gesetzgeber lässt umweltbewusste Energiesparer nicht allein. Es gibt eine ganze Menge Fördermöglichkeiten, auf die man zugreifen kann."
Tatsächlich seien Beratung, Kauf und Installation eines Blockheizkraftwerkes so günstig wie nie, erläutert er: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstütze die Beratung durch einen Sachverständigen mit bis zu 80 Prozent der Kosten, es gebe zinsgünstige Kredite der KfW, und der Strom könne ähnlich wie bei Solarplatten auf dem Dach über die Einspeisevergütung rentabel verkauft werden. " Ich war so froh, als ich darauf aufmerksam geworden bin. Das ist eine teure Investition, die sich aber in einigen Jahren rechnen wird und meinen Betrieb umweltverträglicher macht", sagt Kloeker.
Das Kraftwerk ist am städtischen Gasnetz angeschlossen. Ein Verbrennungsmotor mit vier Litern Hubraum treibt einen Generator an. Dieser erzeugt den Strom. Im Unterschied zum großen Kraftwerk wird aber die entstehende Wärme nicht über große Kühltürme in die Atmosphäre geblasen, sondern genutzt. Für Duschwasser, das hauseigene Schwimmbad, Heißwasser für die Küche. Annette Kloeker: " Dadurch nutzt man Energie, die eigentlich ungenutzt in den Himmel gepustet würde. Das beruhigt das Gewissen."

Bildtext: " Es ist schön, etwas für die Umwelt zu tun", sagt Annette Kloeker, Inhaberin des Parkhotels, die mit Energieberater Carsten Mücke das neue Kraftwerk besichtigt. Foto: Michael Hehmann
Autor:
diec


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