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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Für Patienten erster Klasse
Zwischenüberschrift:
Klinikum am Finkenhügel will mit einer Privatklinik Selbstzahler gewinnen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Das städtische Klinikum am Finkenhügel expandiert weiter: Nach dem Neubau einer neuen Notfallaufnahme hat der Aufsichtsrat des Krankenhauses jetzt auch den Neubau eines Kardiozentrums für Herzpatienten beschlossen. Und im kommenden Jahr soll zusätzlich auch eine eigenständige Privatklinik mit 32 Betten für Privatpatienten und Selbstzahler gebaut werden.
fhv Osnabrück. Im Gegensatz zu manchen anderen Krankenhäusern schreibt das Klinikum schwarze Zahlen. Das ist umso bemerkenswerter, als das Haus in den letzten Jahren durch die Auswirkungen des Finanzskandals Koch schwer gebeutelt wurde und zudem mit dem ehemals städtischen Altenheim Haus am Bürgerpark bis zum Verkauf des Hauses in diesem Jahr noch einen weiteren Mühlstein am Hals hatte.
Aber das scheint alles überwunden zu sein: Der Jahresabschluss für 2008 ist mit einer sprichwörtlichen " schwarzen Null" ausgeglichen. Ohne das Haus am Bürgerpark hätte es sogar 549 000 Euro Überschuss gegeben. Noch einige weitere Kennzahlen: Die Patientenzahl stieg von 62 819 im Jahr 2007 auf 64 210, die durchschnittliche Verweildauer lag bei 8, 7 Tagen, und die Zahl der Geburten betrug 1205. Die Bettenauslastung ist von 89, 2 Prozent auf 92, 5 Prozent im Jahr 2008 gestiegen. Die Umsatzerlöse liegen bei 125 135 000 Euro.
Vor allem die hohe Bettenauslastung mache nun eine Erweiterung nötig, sagte Klinikum-Geschäftsführer Hansjörg Hermes gestern. In einem eigenen Kardiozentrum sollen 40 Betten für Herzpatienten mit allen Einrichtungen der Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen zusammengefasst werden.
Mit der zusätzlich geplanten Privatklinik betritt das Klinikum allerdings betriebswirtschaftlich und gesundheitspolitisch Neuland. Nach dem von Hermes entwickelten Konzept, dem der Aufsichtsrat bereits grundsätzlich zugestimmt hat, soll auf dem Krankenhausgelände neben dem bestehenden Besuchercafe ein eingeschossiger Anbau mit 32 Einzelzimmern entstehen.
Ein separates Gebäude mit eigener Eingangshalle und eigener Aufnahme vermittele dem Klientel eine größere Identifikation mit der Privatklinik, heißt es im Konzept. So könnten auch die Vorgaben der Privatkrankenkassen bezüglich Raumgröße und Ausstattung bei der Unterbringung besser berücksichtigt werden. Solche " Komfortelemente" rechtfertigten eine Steigerung der Wahlleistungserlöse für das Einbettzimmer um bis zu 50 Euro pro Tag. Auch könne das Klinikum " langfristig die Marktführerschaft im Segment der Privatpatienten" in der Region Osnabrück erreichen.
Anfang 2011 soll die neue Privatklinik an den Start gehen. Als Investor wird das Bauunternehmen Scholle den Anbau errichten und an das Klinikum vermieten. Das entlastet den Etat, weil Eigenkapital nicht gebunden wird.
Allerdings geht es bei diesem ehrgeizigen Projekt nicht nur um die Versorgung von Privatpatienten aus der Region. In Kooperation mit einem Vermittler aus Russland wirbt das Klinikum auch um eine zahlungskräftige Kundschaft aus der ehemaligen Sowjetunion. Damit solle der Ausfall der bisher hier behandelten britischen Patienten kompensiert werden, erklärte Hermes.

Bildtext: Erstklassige Medizin und hochklassige Unterbringung, diese Kombination soll dem Klinikum am Finkenhügel eine neue zahlungskräftige Patientengruppe erschließen. Diese Ansicht zeigt die geplante Privatklinik als eingeschossigen Pavillonbau vor den Bettentrakten. Entwurf: Scholle Bau
Autor:
fhv


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