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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Soziales Kaufhaus bei C&A?
Zwischenüberschrift:
Kirchen startklar für ein ökumenisches Projekt in der Innenstadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die kirchlichen Wohlfahrtsverbände wollen in der Osnabrücker Innenstadt ein Soziales Kaufhaus eröffnen. Idealer Standort wäre das C& A-Gebäude an der Möserstraße. Das Textilhaus wird in wenigen Wochen in einen Neubau an der Großen Straße umziehen.
Michael Strob, Geschäftsführer des SKM, Katholischer Verein für soziale Dienste, und Hinrich Haake, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, stellten die Pläne im Sozialausschuss vor. Dritter Träger des ökumenischen Projektes ist der Caritasverband. Als Rechtsform wäre eine Genossenschaft möglich, in die sich auch Einzelpersonen einkaufen könnten.
Angeboten werden sollen gut erhaltene, gebrauchte Waren wie Möbel, Hausrat, Kleidung, Bücher, Kindersachen und mehr. Schon bestehende Einrichtungen könnten mit unter das Dach des Sozialen Kaufhauses ziehen. So etwa Annas Lädchen und Teile des Sozialen Kaufhauses Möwe am Hauswörmannsweg. Auch die Heilpädagogische Hilfe mit ihrem Altkleiderverkauf habe Interesse. Eine Gastronomie wie das Diakonie-Bistro sei ebenfalls denkbar.
Noch wichtiger als der preiswerte Verkauf sei die " arbeitsmarktnahe Qualifizierung und Förderung von Menschen für den ersten Arbeitsmarkt, sagten Strob und Haake. Besonderes Interesse an solchen Arbeitsplätzen und Arbeitsgelegenheiten habe die Agos im Interesse ihrer langzeitsarbeitslosen Kunden.
Das Soziale Kaufhaus solle sich selbst tragen, Zuschüsse gebe es von der Agos für die Qualifizierung. Von der Stadt erbitten die Initiatoren keine finanzielle, aber ideelle Unterstützung. Der Oberbürgermeister, der über das Konzept schon informiert wurde, sei ebenso begeistert gewesen wie der Unternehmensverband Einzelhandel.
" Wir wollten klar aufzeigen, dass ein Soziales Kaufhaus keine Konkurrenz zum Einzelhandel ist", betonten Strob und Haake. Der Einzelhandel sehe das genau so und würde sich über das neue Angebot freuen, weil es auch andere Kundenströme wieder anzöge.
Das beweise auch das " Fairkauf" in Hannover, das für Osnabrück ein Vorbild sein könnte. 40 Prozent der Kunden des " Fairkaufs" seien sogenannte Lustkunden Menschen mit Lust am Stöbern, die beim Besuch des Kaufhauses vielleicht auch den einen oder anderen Artikel spenden.
Da das Kaufhaus im Herzen Osnabrücks liegen solle und für den Anfang mindestens 500 Quadratmeter Verkaufsfläche brauche, haben die Verantwortlichen ein Auge auf das bald frei werdende C& A-Gebäude geworfen. Derzeit versuchten sie, den Eigentümer eine luxemburgische Immobiliengesellschaft mit Sitz in London zu erreichen, berichtete Strob. Die Initiatoren stünden in den Startlöchern. Das Projekt könne innerhalb von acht bis zehn Wochen realisiert werden wenn es denn das passende Gebäude gibt.
Auf Nachfragen aus dem Ausschuss versicherten Strob und Haake, dass in dem ökumenischen Projekt die Arbeits- und Qualifizierungsplätze arbeitslosen Menschen unabhängig von ihrer Konfessions- oder Religionszugehörigkeit offenstünden.

Bildtext: Hier könnte das Soziale Kaufhaus öffnen. Die Initiatoren würden gerne eine Etage im bald frei werdenden C& A-Haus anmieten. Foto: Gert Westdörp

Vorbild für Osnabrück: das genossenschaftlich geführte " Fairkauf" im Herzen Hannovers. Foto: Fairkauf
Autor:
S.


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