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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fremde Sprache öffnet die Tür zur fremden Kultur
Zwischenüberschrift:
Wegweisende Schnupperseminare
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nahid Aslany schreibt persische Buchstaben auf das Flip-Chart. kryptische Buchstaben aus dem fernen Iran. In gut verständlichem Deutsch, zwar holprig, aber souverän, erläutert die gebürtige Iranerin ihre Aufzeichnungen, führt geduldig die Aussprache vor. " Nun sind Sie dran", fordert sie eine Frau Anfang 50 auf.
Zum dritten Mal richtet die Osnabrücker Gesamtschullehrerin Ayse Önel-Naundorf (ihrerseits gebürtige Türkin) eine Reihe von Schnupperseminaren aus und zwar in der RAZ an der Iburger Straße. RAZ, das steht für den sperrigen Namen " Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien". Eine städtische Einrichtung, die ihre Räume der ehrenamtlichen Veranstalterin zur Verfügung stellt. Beim ersten Mal, vor drei Jahren, waren es noch fünf Sprachen, in diesem Jahr werden während der " Wochen der Kulturen (inter.kult 09)" sieben Seminare für sieben Sprachen und Kulturen veranstaltet: Bosnisch, Persisch, Chinesisch, Polnisch, Brasilianisch-Portugiesisch, Mongolisch und Türkisch.
Wie im Reisesprachführer werden die ersten Gehversuche der unbekannten Sprache in gängigen Phrasen durchexerziert: Am Ende kann der Gast sich vorstellen, sagen, wie alt er ist und sich höflich bedanken. " Es ist klar, dass hier keiner herausstapft und erstklassig Persisch spricht. Aber bestenfalls fühlt sich jemand inspiriert, die Sprache zu lernen", sagt Ayse Önel-Naundorf. " Was aber immer passiert, ist der Bruch eines kleinen Dammes der völligen Unzugänglichkeit. Die Menschen gehen auf Tuchfühlung mit einer Kultur und Sprache, zu der sie niemals Kontakt hatten. Die gefühlte Entfernung schmilzt ab, die Tür wird einen Spalt weit aufgestoßen." 16 Gäste kamen; Franzosen, Polen, Deutsche, Argentinier, Rumänen aus Osnabrück und der Umgebung. " Die fremde Sprache soll dabei nur als Werkzeug, als Vehikel dienen, den Zugang zu der Kultur zu finden", sagt Ayse Önel-Naundorf.
Tatsächlich wird über vieles gesprochen, was mit der Kultur zu tun hat. Über die Geschichte der Schrift, über Bräuche, Sprichwörter, Humor und die weltweite Verbreitung der Sprache und über die eigentümlichen Speisen. Letztere waren sogar zu probieren. Die nächsten Schnupperseminare finden am 26. September (Polnisch), 2. Oktober (Brasilianisch-Portugiesisch), 29. Oktober (Mongolisch) und 11. November (Türkisch) statt. Weitere Infos unter Tel. 05 41/ 6 00 43 76.

Bildtext: Nahid Aslany machte ihre Zuhörer auf die Eigenheiten der persischen Sprache aufmerksam.
Autor:
diec


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