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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Osnabrücker Triumphbogen
Zwischenüberschrift:
Das Heger Tor heißt eigentlich Waterloo-Tor und ist tapferen Soldaten gewidmet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Klein, eng, romantisch, viele kleine Geschäfte: Im Heger-Tor-Viertel genießt mancher Besucher entspanntes Schlendern. Benannt ist das Quartier nach dem Heger Tor das eigentlich Waterloo-Tor genannt werden müsste.
1817 war das klassizistische Bauwerk in seiner heutigen Form errichtet worden. Gerhard Friedrich von Gülich hatte 1000 Taler für den Bau gespendet, der an die Tapferkeit des Osnabrücker Landwehrbataillons in der Schlacht bei Waterloo erinnern soll. Bei dieser Schlacht wurden die von Napoleon Bonaparte geführten französischen Truppen von den verbündeten Soldaten der britischen, niederländischen und deutschen Heere am 18. Juni 1815 geschlagen. Damit war Napoleons Herrschaft der hundert Tage beendet. Am 22. Juni 1815 hat er abgedankt. Damit war das erste französische Kaiserreich endgültig beendet.
" Den Osnabrückischen Kriegern, die bei Waterloo den 18. Juni 1815 deutschen Mut bewiesen, widmet dieses Denkmal G. F. v. Gülich D. R. D. R." Diese Worte sind in den Sandstein des Tores gemeißelt, das einem Triumphbogen ähnelt. Entworfen hat es der Wegeinspekteur Johann Christian Sieckmann. Die vier Buchstaben am Ende zeigen, dass Gülich Doktor beider Rechte war sowohl des kirchlichen als auch des weltlichen Rechts.
Über die beiden seitlichen Treppen gelangen Besucher auf das alte Gemäuer und können von dort die Aussicht auf die Dächer und Türme Osnabrücks genießen.
Die Gestalt des Heger Tors erinnert an eine Wehranlage. Turm, Tor, Bastion, Zwinger und Durchfahrt sind jedoch 1815/ 16 weitgehend abgebrochen worden. Sie dienten einst zum Schutz der Altstadt und waren im 16. und 17. Jahrhundert verstärkt worden. Direkt hinter dem Tor beginnt die Heger Straße. Hier, in direkter Nachbarschaft zum Markt, hatten sich einst Handel und Gewerbe niedergelassen. Heute sind hier überwiegend Geschäfte, Galerien, Kneipen und Restaurants zu finden. Wie auch in dem Bürgerhaus hinter dem Tor.
Die Ansichtskarte, die vor dem Ersten Weltkrieg entstanden ist, zeigt links eine große Kastanie, die auf der Anlage wuchs. Älteren Osnabrückern ist sie als " dem Magistrat sein Blumenpott" bekannt. Der Baum wurde beim großen Sturm von 1972 entwurzelt. Heute wächst dort wieder eine Kastanie, die aber von den beiden Bäumen vor der Anlage verdeckt wird.

Bildtext: Wie eine Wehranlage sieht das Heger Toraus. Es soll jedochwie ein Triumphbogen an die mutigen Soldaten der Schlachtvon Waterloo erinnern.Die Ansichtskarte stammtvon Friedhelm Schulte, das Foto von Michael Hehmann.
Autor:
Marie-Luise Braun


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