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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Pausenhof-Streit vor dem Verwaltungsgericht
Zwischenüberschrift:
Altstädter Grundschule: Freiwilliger Schließdienst der Eltern konnte den Konflikt nicht lösen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Pausenhof-Streit an der Altstädter Grundschule geht in die nächste Runde. Ein Anwohner hat Klage beim Verwaltungsgericht gegen die Nutzung des Schulhofs außerhalb der Schulzeit eingereicht. Im vergangenen Jahr hatte sogar die ZDF-Kindersendung " logo!" von der Pausenhof-Sperrung berichtet, die daraufhin von der Stadt aufgehoben wurde. Bei den Anwohnern stieß die " Medienkampagne" auf Missfallen.
Der Förderverein der Schule hatte sich bereit erklärt, einen freiwilligen Schließdienst zu organisieren, der in den Ferien und am Wochenende dafür sorgt, dass der Schulhof zu den vorgegebenen Zeiten abgeschlossen wird. Doch die als Kompromiss gedachte Lösung stellte die Anwohner nicht zufrieden. Nun soll das Verwaltungsgericht entscheiden, ob der Pausenhof zum Spielen geöffnet bleibt oder für die Anwohner künftig die Ruhe bewahrt wird.
Thomas Klein, der Vorsitzende des Fördervereins, bezeichnet das Verhalten einer Anwohnerin als " pathologisch". Sie habe auf einer akribischen Liste festgehalten, wer wann wie laut sei und wann genau abgeschlossen werde. Es könne schon mal sein, dass die Tür nicht zum " Glockenschlag" zufällt, so Klein.
Eigentlich solle der Schließdienst der Eltern verhindern, dass sich Jugendliche spät abends auf dem Gelände treffen und Saufgelage veranstalten. " Dies findet nach meinem Wissen dort auch nicht mehr statt."
Den Anwohnern geht es jedoch generell um die Nutzung des Pausenhofs. Die Lösung mit dem Schließdienst war von Anfang an nicht in ihrem Sinne. Es habe sich die Nutzung des Pausenhofs geändert, argumentiert Klaus Hiddemann, der Schwiegersohn des Klägers.
Der Förderverein der Eltern hatte in Eigeninitiative den Pausenhof verschönert und mit zusätzlichen Spielmöglichkeiten versehen, unter anderem mit einem Bolzplatz. Laut Hiddemann hätten die Eltern von dem " Gentlemen Agreement" zwischen Stadt und Anwohnern gewusst. Dieses besagte, dass der Pausenhof außerhalb der Schulzeit geschlossen bleibt. Mit der Verschönerungsaktion habe der Förderverein versucht, neue Fakten für die Öffnung des Pausenhofes zu schaffen.
Die Stadt Osnabrück begrüßt auf ihrer Internetseite ausdrücklich das Engagement der Eltern: " Für die Kinderfreundlichkeit Osnabrücks sprechen 268 Kinderspiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet", heißt es da. Immer mehr Schulhöfe würden entsiegelt und umgestaltet. Da sie außerhalb der Schulzeit als Spielflächen zur Verfügung stehen, trügen sie zur Erweiterung des Spielangebotes bei.
Die Anwohner beklagen jedoch, dass sie nicht an der Planung der Pausenhofverschönerung beteiligt wurden. Hans-Georg Freund, Leiter des Fachbereichs Schule und Sport, wendet ein, dass es nicht üblich sei, Umgestaltungspläne für Pausenhöfe mit den Anliegern abzustimmen. Die Verschönerungsmaßnahmen seien vordergründig gemacht worden, um den Kindern für die Pause Spielmöglichkeiten zu bieten. Zudem sei festgelegt, dass Pausenhöfe auch außerhalb der Schulzeit genutzt werden dürften. Die Stadt vertrete die Ansicht, dass der Pausenhof in den festgelegten Zeiten von Kindern genutzt werden darf.
Hiddemann möchte klarstellen, dass die Kläger nicht kinderfeindlich seien. Er wisse durchaus, dass Kinder Platz zum Spielen bräuchten. Im Katharinenviertel gebe es genug andere Spielmöglichkeiten. Er verstehe nicht, warum gerade dieser Pausenhof so wichtig sein soll.
Autor:
asbe


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