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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Camping in der Küche ist bald vorbei
Zwischenüberschrift:
Familie Loll renoviert ein Britenhaus am Brahmshof – Besuch von OB Pistorius
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bislang gab Familie Loll 400 Euro im Monat für Sprit aus. Aber jetzt lassen sich viele Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Lolls wohnen neuerdings am Brahmshof 1 im ehemaligen Britenviertel am Westerberg. Gestern kam Oberbürgermeister Boris Pistorius zu Besuch, um sich auf der Baustelle umzusehen.
Mario und Desirée Loll (beide 35) waren die Ersten, die sich ein Haus in einem der Komponistenhöfe gesichert haben. Bei der Bima, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, gaben sie unterschiedlich hohe Angebote für 20 Häuser ab. Über die gebotenen Summen schweigen sie sich zwar aus, aber es ist bekannt, dass die Bima ein Höchstgebot von jeweils 203 000 Euro festgesetzt hat.
Am 2. Juli, zwei Tage vor der Fahrt in den Urlaub, bekamen die Lolls den Zuschlag für die Adresse Brahmshof 1. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Seit Anfang August leben Vater, Mutter und die beiden Töchter im eigenen Heim. Der Anfang war etwas provisorisch: ein Kühlschrank, eine Kochplatte und Campingmöbel. " Wir fahren auch gerne zelten", sagt Desirée Loll und lacht. Nächste Woche soll die neue Küche fertig sein.
Die vierköpfige Familie hat zuletzt in Bad Iburg gewohnt. Weil er bei Ahlstrom arbeitet, kam Mario Loll aber ohnehin jeden Tag nach Osnabrück, ebenso wie die beiden Töchter Nadja (13) und Annika (12), die zur Ursulaschule gehen.
Alle vier sind begeistert, dass sie jetzt ein Leben mit kürzeren Wegen führen können. Und da bietet sich das Fahrrad an. Der Zweitwagen soll demnächst abgeschafft werden.
Vom britischen Flair ist nicht mehr viel geblieben im Haus Brahmshof 1. Das Parkett im Erdgeschoss ist schwarzem Granit gewichen, an der Stelle des offenen Kamins steht nun ein geschlossener Kaminofen. Und in der Durchreiche zwischen Küche und Wohnzimmer will Mario Loll einen Computer aufstellen.
60 000 Euro kalkuliert der Familienvater für die Renovierung. In zwei Wochen will er mit dem Erdgeschoss fertig sein, dann geht es oben weiter, und zum Schluss ist die Außenfassade dran.
Auch in der Nachbarschaft wird jetzt überall renoviert. Die Lolls freuen sich, dass auch dort Familien mit Kindern einziehen. Wie es heißt, kommen sie überwiegend von außerhalb, aus Münster, Coesfeld und Kiel. Ein Aspekt, der vor allem Oberbürgermeister Pistorius freut. Er hofft, dass die Einwohnerzahl von Osnabrück nach dem Schwund der vergangenen Jahre wieder steigt. Der Verkauf der Britenwohnungen, so sagt er, habe es möglich gemacht.

Bildtext: Die neue Küche nimmt Formen an: Oberbürgermeister Boris Pistorius war gestern zu Besuch im ehemaligen Briten-Haus am Brahmshof 1. Das Foto zeigt ihn neben Desirée und Mario Loll und den Töchtern Annika und Nadja. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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