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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Geschichten, Bier und Luftbäder
Zwischenüberschrift:
Tag des offenen Denkmals
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
jweb Osnabrück. Es geht ums Genießen. Am kommenden Sonntag stehen beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals " Historische Orte des Genusses" im Vordergrund. Osnabrück bietet Besuchern Führungen mit Biergeschichten, Impressionen zwischen einem Wannen- und einem Luftbad sowie einem Ausflugslokal.
Das hiesige Ortskuratorium der deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert mithilfe der Stadt Osnabrück, ehrenamtlichen und professionellen Stadtführern Rundgänge durch die Lagerhalle, die Altstadt und einige derer Kneipen, durch die Villa Schlikker, das Kulturhistorische Museum, zum Dach des Stadthauses und zum Piesberger Gesellschaftshaus.
Was erwartet die Besucher? Sie lernen Häuser und deren Geschichte auch von innen kennen. Wie die " Peitsche", deren Gaststättengeschichte bis mindestens 1830 zurückgeht, die " Olle Use", das " Rampendahl" oder das Restaurant " Tristan" zwischen der Heger- und der Marienstraße mit seinem Steinwerk. Die Inhaber wollen die Besucher außerdem mit Biergeschichten rund um ihre Kneipen unterhalten.
Wie weit die Geschichte der Gaststätten zurückreicht, bleibt jedoch Spekulation. Doch für Denkmalpfleger Bruno Switala ist es naheliegend, dass einige heutige Kneipen auch schon im Mittelalter als solche genutzt wurden. " Die Heger Straße war eine Hauptverkehrsader durch die Stadt. Direkt an den Toren wird es auch Gastwirtschaften gegeben haben." Möglicherweise sei das bei der " Peitsche" der Fall. Das Hotel Walhalla sei dagegen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Wohnhaus gewesen. Wie auch immer: " Bei den Führungen geht es mehr um die früheren Strukturen der Stadt." Und um den Genuss der Unterhaltung.
" Vom Wannenbad zum Luftbad" nennen die Stadtführer die Tour auf der anderen Seite des Walls. Eine im Boden eingelassene Wanne in einem luxuriösen Badezimmer ist eine Besonderheit der Villa Schlikker aus dem Jahr 1900. Über den Dächern der Stadt konnten später Patienten des ehemaligen Stadtkrankenhauses wie auch heutige Besucher des Stadthauses ein Luftbad nehmen. Das Piesberger Gesellschaftshaus stammt aus dem Jahr 1871 und ist das einzige noch existierende Ausflugslokal innerhalb der Stadtgrenzen und es hat diese Tradition mit dem Kaffeegarten wiederbelebt.
Treffpunkte am Sonntag sind von 11 Uhr bis 16 Uhr stündlich vor der Lagerhalle für Rundgänge durch die Altstadt sowie vor der Villa Schlikker für den Besuch des Museums und des Stadthauses. Das Piesberger Gesellschaftshaus lädt von 11 Uhr bis 18 Uhr zum Besuch ein und bietet Führungen um 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr an. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bildtext:

Ein Blick auf eine der ehemaligen Hauptstraßen der Stadt: Das Heger Tor war die Einfallschneise aus dem Westen ins Innere von Osnabrück. Um Geschichten rund um die Geschichte geht es am Sonntag beim Tag des offenen Denkmals.

Foto: Jörn Martens


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