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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr als ein Benziner mit Batterie im Kofferraum
Zwischenüberschrift:
Karmann-E-Auto EWE E 3 verknüpft Elektroantrieb mit intelligenter Lade-Kommunikationstechnik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Es ist kaum zu begreifen: Wirtschaftlich steht Karmann vor dem Kollaps, aber technisch befindet sich der Autobauer in der Poleposition. Zusammen mit dem Oldenburger Versorgungsunternehmen EWE entwickelt die neu gegründete Karmann E-Mobil GmbH einen Elektro-Pkw. Der viersitzige " EWE E 3" ist eine Neuentwicklung und kein umgerüstetes Benzin-fahrzeug. Mit der Konstruktion sollen Möglichkeiten getestet werden, wie E-Autos in das Strom- und Telekommunikationsnetz eines Versorgungsunternehmens eingebunden werden können. Und zwar richtige Autos mit vier komfortablen Plätzen und einem normalen Kofferraum.
Daniel Waschow von EWE erläuterte gestern bei Karmann in Osnabrück die Zielsetzung: Stromproduktionsüberschüsse zum Beispiel nachts können zum Laden von Fahrzeugbatterien eingesetzt werden. Über ein Telekommunikationsnetz kann das Angebot des Stromversorgers mit der Nachfrage der E-Auto-Fahrer in Einklang gebracht werden. Ein Beispiel: Der Fahrer möchte sein Auto mit möglichst günstigem Ökostrom betanken und kann sein Fahrzeug zwischen 22 Uhr und 7 Uhr morgens an die Steckdose hängen. Der Wunsch wird im Fahrzeug eingegeben, und das Versorgungsunternehmen sorgt dafür, dass der Stromüberschuss einer Windkraftanlage, die zwischen 2 und 5 Uhr volle Windgeschwindigkeit abkriegt, in der Batterie des Autofahrers landet. Ziel der Partnerschaft ist es, eine Hard- und Software zu entwickeln, die eine funktionierende Kommunikation zwischen dem Fahrzeug, dem Kunden und dem Energieversorger sicherstellt. Damit kann ein standortungebundenes und vom Versorger unabhängiges Abrechnungssystem eingeführt werden.
Karmann und die Karmann E-Mobil werden komplette Fahrzeuge entwickeln und produzieren, für EWE von 2009 bis 2011 straßenzugelassene Fahrzeuge aufbauen, die im EWE-Versorgungsgebiet als Versuchsfahrzeuge eingesetzt werden. Für die Erforschung des Batteriemanagements und der Informationstechnologie zum Datenaustausch mit der Ladestation hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Förderung in Aussicht gestellt. Außerdem hat EWE beschlossen, nach der Versuchsphase eine kleine Serie von acht Fahrzeugen aufzubauen. Karmann E-Mobil plant außerdem, einen Kleintransporter zu entwickeln, wie Geschäftsführer Dr. Andreas Piepenbrink ankündigte. Bis größere Stückzahlen in Serienproduktion gehen können, dürften noch vier bis fünf Jahre vergehen, vermutet der für den kaufmännischen Bereich verantwortliche Geschäftsführer Dr. Ulrich Wieland. Die benötigten Komponenten seien noch nicht in der Stückzahl und für den Preis zu bekommen, dass die Fahrzeuge im Wirtschaftlichkeitsvergleich mit konventionellen Konkurrenzfahrzeugen mithalten können.
Optisch hält der Karmann-EWE E 3 schon jetzt gut mit. Besonderer Blickfang: die transparente Motorhaube und die Funktionsklappe für Elektrik und Stromanschluss: Wer das sieht, wird sich neugierig umdrehen.

Bildtext: Elektrisch mobil, intelligent mit Strom betankt. Der Karmann " EWE E 3" kann mehr als ein umgebautes Benzinauto.

Blickfang: Stefan Schirmbeck erklärt die transparente Motorhaube und die Funktionsklappe für den Stromanschluss.

Fotos: Jörn Martens
Autor:
swa


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