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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ausrangierte Lampen nicht in den Müll
Zwischenüberschrift:
Die Stadt hat Sammelstellen auf allen Grünabfallplätzen eingerichtet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die klassischen Glühbirnen mit 100 Watt oder mehr verschwinden aus den Regalen der Baumärkte. Nach einem Beschluss der Europäischen Kommission dürfen sie seit dem 1. September nicht mehr hergestellt werden. Doch was passiert eigentlich mit den Energiesparlampen, wenn sie verbraucht sind? Für ihre Entsorgung ist die Stadt zuständig, nicht der Handel.
" Wir bieten den Osnabrückern bereits seit November letzten Jahres an, dass sie ihre Energiesparlampen kostenlos auf allen Grünabfallplätzen abgeben können", erklärt Anita Maskos vom Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt. Zurzeit werde dieser Service allerdings nur wenig genutzt.
Die Energiesparlampen werden auf den Grünabfallplätzen gesammelt und dann zum Abfallwirtschaftszentrum Piesberg gebracht. Lediglich stabförmige Leuchtstoffröhren können von den Osnabrückern aus logistischen Gründen nur direkt zum Piesberg oder zum Containerplatz an der St.-Florian-Straße in Sutthausen gebracht werden.
Für die weitere Entsorgung der Leuchtmittel ist die Firma Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Lampenhersteller, zuständig. In Recyclinganlagen werden das Glas und das Quecksilber dann wiederaufbereitet und für die Neuproduktion eingesetzt.
Die Energiesparlampen dürfen aufgrund des in ihnen enthaltenen Quecksilbers nicht wie die klassischen Glühbirnen in den Restmüll entsorgt werden. Wenn ausgediente Energiesparlampen unsachgemäß entsorgt werden, kann das giftige Schwermetall dabei in die Luft gelangen. Werden diese Dämpfe eingeatmet, kann dies gesundheitsschädigend wirken.
Ein weiterer Nachteil dieser Entsorgungsart liegt auf der Hand: Der umweltfreundliche Effekt der Lampen wird erheblich geschmälert, wenn die giftigen Dämpfe in die Umwelt verdunsten. Daher ist auch die Entsorgung der Lampen in Glascontainern verboten, da die Birnen dort sofort zu Bruch gehen würden.
" Dennoch werden aus Bequemlichkeit oder auch Unwissenheit jährlich noch etwa 80 Millionen Energiesparlampen in den Restmüll entsorgt", berichtet Anita Maskos. Das führe dazu, dass mehr als 800 Kilogramm Quecksilber unkontrolliert in den Hausmüll gelangen.

Bildtext: Energiesparlampen gehören nicht in den Restmüll. Bärbel Peker vom Grünabfallplatz an der Gluckstraße nimmt die ausrangierten entgegen. So können die Quecksilberbestandteile wiederverwertet werden.

Foto: Egmont Seiler
Autor:
geb


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