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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Am Baikal wird kein Müll getrennt
Zwischenüberschrift:
Praxisübung mit Austauschschülern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In welchen Müll kommt die alte Zeitung? Und was passiert danach mit ihr? Um mehr über die deutsche Abfalltrennung zu lernen, sind derzeit 14 russische Schülerinnen und Schüler in Osnabrück zu Gast. Sie stammen aus Burjatien, einer autonomen Teilrepublik im Südwesten Russlands.
Dorota Kuczia von der pädagogischen Umweltberatung an Schulen erklärt den jungen Gästen zunächst die verschiedenen Tonnen und Säcke. Zwei Dolmetscher unterstützen sie dabei.
Nach der Einführung geht es los. In der Mitte des Raums liegt ein Berg voll Abfall, den die Jugendlichen sortieren sollen. " Keine Angst", meint Dorota Kuczia: " Auch die Deutschen machen dabei Fehler." Am Rand werden bunte Pappen verteilt gelb wie der gelbe Sack, blau wie die Papiertonne. Mit dem Startzeichen springen alle von ihren Sitzen auf beginnen zu sortieren. Trotz der vielen Möglichkeiten dauert es nicht lange, und der Müll ist aufgeteilt. Jetzt wird geschaut, ob alles in der richtigen Tonne gelandet ist. Die alte Zeitung wird danach von den Jugendlichen weiterverarbeitet und recycelt.
Insgesamt zwei Wochen dauert der Austausch zum Thema interkulturelle Umweltbildung, an dem auch verschiedene Osnabrücker Schüler teilnehmen. In den vergangenen Tagen haben sie bereits die Noller Schlucht und das Wattenmeer besucht, vor dem Rückflug am Samstag stehen noch Wasseruntersuchungen der Hase und ein Besuch bei Oberbürgermeister Boris Pistorius auf dem Programm.
In Burjatien sind Recycling und Mülltrennung bisher kein Thema. Anna Korytova vom örtlichen Baikalinformationszentrum hofft, das in Zukunft zu ändern: " Die Schüler können dann ihr Wissen anwenden."
Ganz besonders gefällt ihr die Unterbringung in den Familien der deutschen Austauschschüler. " Sie sind uns echte Familien geworden und haben daraus die besten zwei Wochen überhaupt gemacht." Die Abende und das Wochenende können die Gastfamilien frei gestalten und zum Beispiel Ausflüge ins Osnabrücker Land unternehmen. Die Verständigung erfolgt dabei auf Englisch, zwei Schülerinnen sprechen sogar Deutsch.
Im kommenden Jahr sollen die deutschen Schüler zu einem Gegenbesuch nach Burjatien reisen.

Bildtext: Schnell gelernt: die Schüler aus Burjatien bei der Abfalltrennung.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
hahe


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